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zur Jahrestagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Unvergeßlich bleiben ihnen die Morgenfeier der 20 000 Jungen und Mädels in der Ratsschiefergrube und der riesige Festzug, der Abordnungen aus allen deutschen Gauen und den Grenzländern brachte. Eine fünftägige Wanderfahrt durch den Harz(Brocken, Wernigerode, Rübeland, Bodetal, Stolberg, Kyffhäuser) bildete den Abschluß.— Während der Herbstferien unternahmen dieselben Führer mit 17 Jungen der Schulgruppe eine Fahrt nach Tirol. Ueber München und Kufstein ging's nach Zell am See, von wo aus die Schmittenhöhe und das Kapruner Tal besucht wurden. Krimmel mit seinen Wasserfällen, das Zillertal, Innsbruck, Garmisch-Partenkirchen bildeten weitere Etappen, die zum Verweilen einluden. Zum Schluß wurde in München das Deutsche Museum besichtigt. Herrliches Wetter und vorzügliche Aussicht auf die Hohen Tauern machten auch diese Wanderung durch die Tiroler Grenzgebiete äußerst reizvoll.
Auf den Verein ehemaliger Schüler des Gymnasiums sei an dieser Stelle aufmerksam gemacht.(Vorsitzender Justizrat Dr. Siebert.)
Der Gesundheitszustand der Schüler konnte befriedigen. Eine schulärztliche Be- aufsichtigung findet nicht statt. Leider haben wir den Tod dreier Schüler zu beklagen: der Obertertianer der Reformabteilung Kassberger starb am 17. August infolge einer zu spät entdeckten Blinddarmentzündung, der Obertertianer des Gymnasiums Boller ertrank am 5. September beim Baden im Main und der Oberprimaner Keller schied am 9. Februar 1928 aus dem Leben infolge einer Lungenkrankheit, an der er schon seit langem zu leiden hatte.
Um die Leibesübungen recht pflegen zu können, fehlte es an Uebungsplätzen, da die meisten durch die englische Besatzung beschlagnahmt wurden. Trotzdem wurde die Spiel- fertigkeit nach Möglichkeit in Wettspielen mit hiesigen Schulen erprobt und gefördert.
Beim Schülerschwimmfest am 6. November 1927 errang die Schulstaffel für höh. Schüler den 2. Preis, beim Freistilschwimmen siegten 2 Schüler der Anstalt mit je einem 1. Preis.
Der Gymnasial-Turnverein beginnt zu Ostern das 48. Jahr seines Bestehens. Die Leitung lag unter der Aufsicht des Oberturnlehrers Hagelauer in den Händen des Ober- primaners Robert Wagner.
i) Schulgeld.
Es beträgt 200 Mark im Jahre und ist in monatlichen Teilbeträgen zu zahlen. Schulgeld- ermäßigung tritt auf schriftlichen Antrag ein, wenn mehrere Geschwister höhere Schulen besuchen. Das älteste Kind zahlt den vollen Betrag, das zweite nur drei Viertel, das dritte die Hälfte, alle weiteren Kinder sind von der Zahlung des Schulgeldes befreit.
Auf Grund eines Gesuches(Vordrucke hole man sich beim Oberschullehrer Barsch) kann ferner durchaus würdigen und tüchtigen Schülern Schulgeldermäßigung gewährt werden, wenn die Eltern sich in schwieriger finanzieller Lage befinden. Diese Gesuche sind zu Beginn jedes Halbjahres zu erneuern.
k) Berufsberatung.
In allen Angelegenheiten, die sich auf Berufsberatung beziehen, erteilt Studienrat Spatz Auskunft.
1) Die Hilfsbücherei
wurde nach Maßgabe der vorhandenen Mittel vermehrt.


