Jahrgang 
1913
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Am wahlfreien hebräischen Unterricht beteiligten sich 7 Schüler der oberen Abteilung, 6 Schüler der unteren Abteilung.

An dem für die jüdischen Schüler des Gymnasiums(und Realgymnasiums) eingerichteten Religionsunterricht haben in der oberen Abteilung 9, in der mittleren 9, in der unteren 4 Schüler teilgenommen.

Turnbericht 1912/13.

Der Turnunterricht wurde von folgenden Herren erteilt:

01. UI IHIagelauer; 0 II... Schnädter; U II 0 III. Philippi; U I IV.. Barsch; VI.. vIT IIagelauer.

Von den 480 Schülern waren auf Grund ärztlicher Zeugnisse 40 Schüler befreit, also rund 8,5%. Der Unterricht umfaſste neben Haltungsübungen, Atemgymnastik, Gewandtheitsübungen, Frei- und Handgerätübungen im Sommer volkstümliches Turnen und im Winter mehr Geräteturnen. Die Trockenschwimmübungen wurden erst als Freiübungen und dann an 6 Schwimmgurten an den Barren geübt.

Der Gymnasial-Schwimmverein übte mit 60 Schwimmern wöchentlich an 2 Abenden; im Oktober errang er gegen den Frankfurter Schwimmklub Poseidon im Wasserballwettspiel einen Sieg mit 5: 2. Auf einem Schauschwimmen in Darmstadt gewann der Verein in Gegenwart Sr. Kgl. Hoheit des Groſsherzogs von Hessen im Wasserballwettspiel gegen den Schwimmklub Jungdeutschland» zu Darmstadt 7: 0 Tore nebst dem silbernen Pokal des Grofsherzogs und einen Sieg in der freien Stafette. Die Leitung liegt in Händen des Unterprimaners Hermann Wolff.

Der Gymnasiasten-Turnverein turnte im Winter an 2 Abenden unter seinem Turnwart, dem Unterprimaner Werner Schrader. Eine gemeinsame Turnfahrt nach Hahn-Wehen belohnte die eifrigen Turner.

Im Fufsball war das Gymnasium durch zwei stehende Mannschaften vertreten, die zusammen 13 Wettspiele gegen hiesige und auswärtige Schulen austrugen. Es wurde gespielt u. a. gegen die Fabersche Realschule und das Reform-Realgymnasium in Wiesbaden, gegen Baugewerkschule in Idstein, Unteroffizierschule in Biebrich, Sportverein zu Wiesbaden und Gymnasium in Höchst. Alle Spiele wurden gewonnen mit dem Torzahlverhältnis 53: 13; aulserdem ein silberner Pokal und zwei Diplome. Der Spielleiter ist der Unterprimaner Franz Mottau. Die II. Mannschaft hatte 5 Wettspiele gegen hiesige Schulen und Biebrich mit dem Torzahlverhältnis 17:6.

Die Jung-Wandervögel machten folgende Fahrten:

Ostern: Aar- und Lahntal.

Pfingsten: Thüringen, Rotenburg o. d. T., Odenwald und Siebengebirge. Am 21. und. 22. Juni war Sonnwendfeier auf der Mapper Schanze verbunden mit Preissingen der Wiesbadener, Frankfurter und Weilburger Jungwandervögel.