Jahrgang 
1912
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Turnbericht 1911/12.

Den Turnunterricht erteilten folgende Herrn:

0Ta+ b, UIa+ b, O IIa+ b... Hagelauer;

UIIa+ b, OIHl a+ b, UIHIa+ b.. Philippi;

ie adn.,. pcorof. Schnädter; V a+b, VI a+ 1... Barsch.

Von den 500 Schülern der Anstalt waren 45 vom Turnen befreit, also 9%.

Im Sommerhalbjahr wurden auf dem Turnhofe neben Marsch-, Lauf-, Gewandtheits- und Haltungsübungen besonders die volkstümlichen UÜbungen gepflegt; das Geräteturnen trat im Winter mehr in den Vordergrund, dazu bei passender Gelegenheit eifrigst der Schnee- und Eis- sport. Bei der 100-J ahr-Gedenkfeier des Turnvaters Jahn und dem damit verbundenen allgemeinen Wetturnen sämtlicher Wiesbadener Schulen und Turnvereine wurde der Turnfleiſs der Gymnasiasten reich belohnt durch 36 Einzelsiege, darunter den I. und II. Preis. In den Massenkämpfen errang die Anstalt den I. und II. Preis im Barlauf, den I. Preis im Stafettenlauf für Schüler unter 14 Jahren und einen Fuſsballpreis mit Diplom und Kranz. An der allgemeinen Freiübung, die Herr Gymnasial- Direktor Dr. Schmidt durch eine kernige Jahnrede einleitete, nahmen 240 Schüler der Anstalt teil.

Die Jugendspiele wurden, wie bisher, an drei besonderen Nachmittagen auf dem Exerzier- platz eifrigst betrieben und elf Wettkämpfe mit den Anstalten zu Limburg, St. Goarshausen, Mainz, Diez, Höchst und Wiesbaden schlossen zu unseren Gunsten ab mit einem glänzenden Torverhältnis von 51:18.

Der Wandervogel machte 45 Fahrten mit 350 Schülern und die bedeutendsten führten in die Pfalz(10 Tage), auf den Westerwald(S Tage), in den Schwarzwald(21 Tage), ins Vogels- gebirge(9 Tage), nach Luxemburg(9 Tage), nach Rothenburg o. T.(6 Tage) und in den Spessart (8 Tage). Seit Oktober liegt der Vorsitz der Ortsgruppe Wiesbaden in Händen des Unterzeichneten.

Der Gymnasiasten-Turnverein turnte regelmälsig an zwei besonderen Abenden; er. zühlt 60 Mitglieder und den neu gegründeten A. H.-Verband.

. Dem Wanderbedürfnis der einzelnen Klassen wurde in der schöneren Jahreszeit Rechnung getragen durch Ausflüge, Tages- und Nachtwanderfahrten, Schnitzeljagden, Stafettenwettläufe und botanische Spaziergänge in unsere herrliche Taunuswelt.

Den Eltern sei hiermit dringend ans Herz gelegt, gerade in den Entwicklungsjahren ihrer Söhne dahin kräftig mitzuwirken, daſs dieselben die günstige Gelegenheit zur Ausbildung des Körpers weitestgehend ausnutzen, wie sie geboten wird durch die beste Jugendpflege der Schule im Turnen, Schwimmen, Wandern und Spiel. Hagelauer.