lichen Unterricht und einen Teil der Lehrtätigkeit am päda- gogischen Seminar. Für den erkrankten Studiendirektor Dr. Helmkampf übernahm er am 13. April 1929 vertretungs- weise die Leitung der Schule, bis sie ihm im Sommerhalb- jahr 1930 endgültig übertragen wurde.
III. Das Seminar. Siehe Seite 7 und 8.
IV. Schule und Schuler. Das Schuljahr dauerte vom 23. April 1930 bis zum 31. März 1931. In Klasse VI wurden 22 Schüler, in Klasse U III 6 Schüler aufgenommen. Die Gesamtschülerzahl betrug 144. Unter den festlichen Veranstaltungen ist besonders die Feier erwähnenswert, die zu Ehren des 83. Geburtstages unseres Reichs- präsidenten stattfand, und das gut besuchte Schau- turnen am 2. März 1931. Im Laufe des Jahres fand eine Reihe von Ausflügen statt.
Folgende Schüler der Klasse LI erwarben am 23. 3. 1931 das Abschlusszeugnis:
887. Abbel, Albert, aus Braunfels, Kr. Wetzlar, 888. Blauert, Hans, aus Ahausen, Kr. Oberlahn, 889. Boch, Heinrich, aus Leun, Kr. Wetzlar, 890. Egert, Willi, aus Altweilnau, Kr. Usingen, 891. Höbel, Wilhelm, aus Tiefenbach, Kr. Wetzlar, 892. Richter, Walter, aus Braunfels, Kr. Wetzlar, 893. Seekatz, Herbert, aus Weilburg,
894. Stroh, Eugen, aus Merenberg, Kr. Oberlahn, 895. Theis, August, aus Merenberg, Kr. Oberlahn, 896. Wern, Heinrich, aus Weilburg.
V. Schule und Elternhaus. In dem Bestreben, die Beziehungen zwischen Schule und Elternhaus zu vertiefen, wurde zu Beginn jedes Schulhalb- jahres eine Elternzusammenkunft veranstaltet.
9. Leibesübungen.
Den Leibesübungen aller Art wird besondere Sorgfalt gewidmet. Ein Beweis dafür ist unter anderem die Tatsache, daß 15 Schüler sich das Turn- und Sportabzeichen erwarben.
10. Pflege der Musik.
Die Musik wird nicht nur im planmäßigen Unterricht gepflegt, sondern auch durch ein kleines
Orchester und eine der Schule gehörige Radio- einrichtung.
11. Unterricht in Englisch.
Für die oberen Klassen besteht wahlfreier eng- lischer Unterricht mit je 3 Wochenstunden, die nachmittags gegeben werden.
12. Die Versuchs- und Demonstrationsfelder der Anstalt.
Die Schule verfügt zur Zeit über 2 ha 31 a Versuchsfelder.
13. Die Bücherei.
a. Die Lehrerbücherei umfaßt etwa 5800 Werke.
b. Die Seminarbücherei umfaßt etwa 350 Werke.
c. Die Schülerbücherei umfaßt rund 500 Werke.
14. Die Sammlungen der Anstalt sind reichhaltig ausgestattet und setzen sich zu- sammen aus:
1. Lehrmittel-Sammlung für den landwirtschaft- lichen Unterricht,
2. Lehrmittel-Sammlung für den botan.-zoolog- ischen Unterricht,
3. Lehrmittel-⸗Sammlung für den chemisch-physi- kalischen Unterricht,
4. Lehrmittel-Sammlung für den Unterricht in Erdkunde, Geschichte, Sprachen,
5. Lehrmittel-Sammlung für den Unterricht in Feldmessen und Nivellieren,
6. Lehrmittel-Sammlung für den Unterricht in Zeichnen.
15. Ausflüge und Besichtigungen
werden regelmäßig ausgeführt und dienen zur Unterstützung des Klassenunterrichts.
B. Mit der Landwirtschaftsschule verbundene Anstalten und Veranstaltungen.
1. Das pädagogische Seminar
dient der Ausbildung der Kandidaten des land- wirtschaftlichen Lehramts an landwirtschaftlichen Lehranstalten. Sie haben nachzuweisen das Reife- zeugnis einer Oklassigen höheren Schule, 3 Jahre landwirtschaftliche Praxis, 6 Semester Studium und Diplomexamen.
Wer das Seminarjahr ableisten wil, hat vor Ostern bezw.
Herbst ein Gesuch an das Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten in Berlin zu richten, das ihn einem der Seminare(z. B. Weilburg, Hildesheim, Eldena, Dahme, Cleve, Liegnitz) zuweist. Nach erfolgreichem, eipjährigem Besuch des Seminars erhält der Kandidat das Befähigungs- zeugnis als Lehrer der Landwirtschaft an landwirtschaftlichen Lehranstalten. Bewerber um Stellen an Landwirtschafts- schulen müssen event. noch ein Probejahr ableisten. Die Tätigkeit am pädagogischen Seminar regelt sich nach der Seminarordnung vom 1. April 1924. Die Mitglieder des Seminars werden theoretisch und praktisch durch Lehrer
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