b. Kathol. Religion u. Lebenskun- de. Katechismus-Unterricht. Zwei- tes Hauptſtück. Von den Geboten Gottes und der Kirche. Lebensvoller Unterricht unter ſteter Berückſichtigung des beginnenden Pubertätsalters. Arbeitsunterricht. Einprägung des Stoffes ohne Auswendiglernen von Fragen. Beiſpiele aus dem Leben, beſonders aus dem Landleben. Liturgie in fortwährender Verbindung mit dem Kirchen- jahr unter Zugrundelegung des Geſangbuches und des Meßbuches von Schott u. a.
Kirchengeſchichte nach Maßgabe der verfügbaren Zeit. Altertum und deutſches Mit- telalter in Auswahl. Zerſtörung Jeruſalems. Chri- ſtenverfolgungen. Konſtantin. Auguſtinus. Anfänge des Mönchtums. Antonius. Benedikt. Die abend- ländiſche Völkerwanderung. Ausbreitung der Kirche. Die Benediktiner in Deutſchland. Boni- fatius. Karl der Große. Morgenländiſche Kir- chenſpaltung. Mohameds Perſönlichkeit und Lehre. Die morgenländiſche Völkerwanderung. Kreuzzüge und deutſche Kultur. Eliſabeth von Thüringen. Die Orden des heiligen Dominikus und Franziskus.
Kirchliche Kunſt: Baſilika. Byzantini- ſcher und romaniſcher Stil.
Deutſch, 5, evtl. 6 Std.
Sprachlehre: Abſchließende Zuſammen- faſſung und Ergänzung der Lautlehre. Lautver- ſchiebung. Das Wichtigſte aus der Wortbildungs- lehre: Ablaut, Umlaut, Brechung, Bedeutung der Ableitungsſilben, Zuſammenſetzung.
Wiederholung und Vertiefung der Satzlehre und der Lehre von der Zeichenſetzung. Formen des Zeitwortes und ſeine Bildungsgeſetze.
Mündliche UÜbungen: Lautreines und ſinngemäßes Leſen. Stete Ubung in freier Rede unter geſteigerter Anforderung an Lautreinheit, Sinngemäßheit und Stimmungsausdruck.
Schriftliche Ubungen: Obungen zum Verſtändnis der Nebenſätze und der Zeichenſet- zung. Niederſchriften aus allen Gebieten: Erzäh- lungen, leichtere Berichte, Beſchreibungen, beſon- ders auf Grund eigener Beobachtung der Umwelt, auch nach freier Stoffwahl der Schüler. Ubungen in der Anordnung eines Stoffes und im Gliedern von Leſeſtücken. Alle 2 bis 3 Wochen eine ſchrift- liche Arbeit, und zwar abwechſelnd Nachſchriften (Diktate), Nacherzählungen, Aufſätze.
Schrifttum: Die Sagen des klaſſiſchen Al- tertums in Auswahl. Die deutſchen Sagenkreiſe, befonders das Nibelungen- und Gudrunlied. Uber- ſchau über die Kultur der alten Germanen in Verbindung mit dem Geſchichtsunterricht und an der Hand literariſch wertvoller Darſtellungen. Die geſchichtliche Ballade, kulturgeſchichtliche Stoffe, Erzählungen und andere der Stufe entſprechen- des Schrifttum älterer und neuerer Dichter unter möglichſter Ausnutzung des Leſebuches. Dem
heimatlichen Teil des Leſebuches(Sage, Mundart, Sprichwort) iſt hier und in den folgenden Klaſſen beſondere Beachtung zu ſchenken.
Poetik: Das Wichtigſte von Vers, Strophe und Reim. Schulung der Sinne für Klangfarbe, Melodie, Rhythmus der Sprache. Auswendigler- nen von Gedichten und einigen Muſterbeiſpielen für Stabreim und Nibelungenſtrophe.
Geſchichte, 2 Std. Von dergriechiſchen Frühzeit bis zum Ausgang der Ho- henſtaufen(1254).
Behandlung einiger wichtiger Abſchnitte aus der alten Geſchichte unter beſonderer Berückſichti- gung der kulturgeſchichtlichen Entſtehung des atheniſchen und ſpartaniſchen Staates. Die grie- chiſchen Freiheitskriege. Perikles. Alexander. Ent- ſtehung des römiſchen Staates. Ständekämpfe. Die puniſchen Kriege. Bürgerkriege. Das Wich- tigſte aus der Kaiſergeſchichte. Germaniſche Früh- zeit. Römer und Germanen. Völkerwanderung. Die germaniſchen Reiche. Anfänge des Franken- reiches. Berührung mit dem Islam. Die Heimat in fränkiſcher Zeit. Karls Geſamtreich. Die Agrarverordnungen Karls. Die Teilung des Reichs. Das deutſche Kaiſertum(Kaiſer und Papſt, Kaiſer und Lehnsträger), Rittertum, Kreuzzüge, Städte, Fürſten, Hanſa, Deutſchritterorden.
Erdkunde, 2 Std. Die Oſtfeſte: Aſien, Afrika, Auſtralien(mit Ozeanien); der indiſche Ozean. Die Hauptereigniſſe der Entdeckungsgeſchichte. Einiges aus der Völkerkunde. Erweiterung der allgemeinen geographiſchen Begriffe durch neue Landſchaftstypen: Wüſte, Steppe, Savanne, tropi- ſche Waldlandſchaft, Kulturlandſchaften in den verſchiedenen Breiten. Einiges aus der mathema- tiſchen Erdkunde: Scheinbare Drehung des Nacht- himmels, Polarſtern, einige Sternbilder, der Mond und ſeine Phaſen. Das Netz der Längen- und Breitengrade in ſeiner Bedeutung für die Orien- tierung auf der Erdoberfläche.
Franzöſiſch. Von Klaſſe L IV an beſtehen 2 Lehrgänge, und zwar
A. für Anfänger, d. h. für diejenigen Schü- ler, die ohne Nachweis fremdſprachlicher Kennt- niſſe in die unterſte Klaſſe der Höheren Landwirt- ſchaftsſchule aufgenommen ſind,
B. für Fortgeſchrittene, d. h. für die- jenigen Schüler, die in der auf der Höheren Land- wirtſchaftsſchule eingeführten Fremdſprache be- reits 3 Jahre(VI—IV) unterrichtet worden ſind.
A. Lehrgang für Anfänger, 6 Std. Subſtantiv und Adjektiv. Deklination. I., 2., und 3. Konjugation. Hauptarten der Pronomen.
B. Lehrgang für Fortgeſchrittene, 4 Std. Tranſitive, intranſitive, reflexive Verben. Zuſammenfaſſung und Ergänzung der Wortſtel- lung. Wiederholung und Ergänzung der Frage-
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