Probejahr ableiſten.
5. Lehrmittel⸗Sammlung für den Unterricht in Feld⸗ meſſen und Nivellieren,
6. Lehrmittel⸗Sammlung für den Unterricht in Zeich⸗ nen.
Beſondere Zugänge im Laufe des Jahres:
Der Sammlung für Landwirtſchaft wurden zu⸗ geführt a) durch Kauf: eine Getreidereinigungsma⸗ ſchine(Mayfarth u. Co., Frankfurt a. M.), ein Federzahnkultivator(Hollmann⸗Burgſolms), eine Dezimalwage und verſchiedene kleinere Geräte, die teilweiſe auch auf dem Verſuchsfeld Verwendung finden; b) durch Schenkung: Modell einer Kartof⸗
felausleſemaſchine(Dreyer, G.m. b. H., Gaſte bei Osnabrück), Harrizitſtallbodenbelag(Dr. Ritter u. Härtel, Coswig i. Sa.), eine Broſchüre über Kalt⸗ bluthengſtlinien in Kurheſſen(Landwirtſchaftskam⸗ mer⸗Caſſel), ſowie kleinere Broſchüren, Tafeln und Flugblätter.
Die übrigen Sammlungen wurden nur inſtand gehalten, ſollen aber ſyſtematiſch erweitert werden. 14. Ausflüge und Beſichtigungen
werden regelmäßig ausgeführt und dienen zur Un⸗ terſtützung des Klaſſenunterrichts.
B. Mit der Landwirtſchaftsſchule verbundene Anſtalten und Veranſtaltungen.
1. Das pädagogiſche Seminar
dient der Ausbildung der Kandidaten des landwirt⸗ ſchaftlichen Lehramts an landwirtſchaftlichen Lehr⸗ anſtalten. Sie haben das Reifezeugnis einer 9⸗ klaſſigen höheren Schule, 3 Jahre landwirtſchaft⸗ liche Praxis, 6 Semeſter Studium und Staats⸗ examen nachzuweiſen.
Wer das Seminarjahr ableiſten will, hat vor 1. März bezw. September ein Geſuch an das Miniſterium für Land⸗ wirtſchaft, Domänen und Forſten in Berlin zu richten, das ihn einem der Seminare(z. B. Weilburg, Hildesheim, Eldena, Dahme, Cleve, Liegnitz) zuweiſt. Nach erfolg⸗ reichem, einjährigem Beſuch des Seminars erhält der Kan⸗ didat das Befähigungszeugnis als Lehrer der Landwirt⸗ ſchaft an landwirtſchaftlichen Lehranſtalten. Bewerber um Stellen an Landwirtſchaftsſchulen müſſen eventl. noch ein Die Mitglieder des Seminars wer⸗ den theoretiſch und praktiſch durch Lehrer der Anſtalt in die allgemeine Pädagogik und die beſondere Methode der einzelnen Unterrichtsfächer eingeführt..
Der Leiter der landw. Schule in Weilburg, die mit der Landwirtſchaftsſchule in Arbeitsgemeinſchaft ſteht, über⸗ nimmt die Einführung in die Wirtſchaftsberatung.
Vom 1. April 1924 trat die neue Ordnung der pädagog. Ausbildung für das Lehramt der Land⸗ wirtſchaft in Preußen in Kraft.— Bei der Mel⸗ dung zum Eintritt ins Seminar haben die Bewer⸗ ber dem Miniſterium an Perſonalpapieren vorzu⸗
legen: 1. Lebenslauf, 2. Leumundszeugnis, 3. Ge⸗ burtszeugnis, 4. Staatsangehörigkeitsausweis, 5. amtsärztliches Zeugnis, 6. Schulabgangszeugnis, 7. Zeugniſſe über 3⸗jährige Praxis, 8. Zeugnis über Ablegung der Diplomprüfung, 9. Nachweis über Teilnahme an Vorleſungen in Pſychologie und Pä⸗ dagogik und an praktiſchen Arbeiten im chem.⸗ phyſik. Laboratorium, evtl. Nachweis über Kriegs⸗ teilnahme.
Die Seminarausbildung dauert ein Jahr. Am Jahresſchluß unterziehen ſich die Kandidaten einer pädagog. Prüfung. An ſchriftlichen Prüfungsar⸗ beiten ſind eine Hausarbeit aus der Unterrichts⸗ u. Erziehungslehre und eine Klauſurarbeit(aus dem Gebiete der Wirtſchaftsberatung) zu liefern. Nach Ableiſtung von Lehrproben und Beſtehen der münd⸗ lichen Prüfung erhält der Kandidat das„Zeugnis über die pädagog. Prüfung für das Lehramt der Landwirtſchaft“.
Die Anſtellung an Landwirtſchaftsſchulen und an landw. Schulen und Ackerbauſchulen regelt ſich nach den Beſtimmungen vom 1. Aug. 1923.
Der Beſuch des Weilburger Seminars im Jah⸗ re 1924⸗25 ergibt ſich aus nachſtehender Zuſam⸗ menſtellung.
16


