Jahrgang 
1917
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Am 10. September erhielt Schüler Jakob Petri aus Kl. I Geſtellungsbefehl. Er unterzog ſich am 12. September der Notabgangsprüfung und beſtand ſie(Nr. 469).

Schüler der J. Klaſſe Walther Fuchs trat am 8. September als Kriegsfreiwilliger in das 71. Inf.⸗Reg. in Erfurt ein. 4

Am 26. September fand unter dem Vorſitz des Herrn Regierungs⸗ und Schulrats Dr. Grau aus Wiesbaden die mündliche Prüfung von 6 Schülern der IJ. Klaſſe ſtatt. Das Kuratorium war durch Herrn Oekonomierat Dr. Staehly⸗Caſſel vertreten. Das Zeugnis der Reife konnte 5 Schütern zuerkannt werden. Es ſind

Nr. 470. Fritz Lüthje, geb. 13. Auguſt 1898, Sohn des Förſters Adolf Lüthje zu Sayntal b. Sayn, Kr. Neuwied, aufgenommen in Kl. l am 15. Oktober 1915. Gewählter Beruf: Landwirt.. 3

Nr. 471. Heinrich Schütz, geb. 12. Mai 1899, Sohn des Pfarrers Heinrich Schütz zu Runkel a. L., aufgenommen in Kl. IV am 5. Auguſt 1912. Gewählter Beruf: Ingenieur.

Nr. 472. Walter Schönwetter, geb. 1. Oktober 1899, Sohn des Förſters Otto Schönwetter zu Weilburg, aufgenommen in Kl. V am 11. Oktober 1909. Gewählter Be⸗ ruf: Bergfach.

Nr. 473. Alfred Rathſchlag, geb. 16. Februar 1899, Sohn des Zimmermeiſters Heinrich Rathſchlag zu Löhnberg b. Weilburg, aufgenommen in Kl. V am 20. April 1911. Gewählter Beruf: Väterliches Geſchäft.

Nr. 474. Hermann Stoll, geb. 8. Juni 1897, Sohn des Prokuriſten Louis Stoll zu Weilburg, aufgenommen in Kl. IV am 5. Januar 1911. Gewählter Beruf: Landwirt.

In der letzten Septemberwoche wirkten 12 Schüler der Kl. l und II bei der Unter⸗ bringung der V. Kriegsanleihe in der Stadt Weilburg mit. Sie vermittelten die Zeichnung von ca. 9400 Mt. Die Schüler der Anſtalt ſelbſt zeichneten 8212 Mk., davon auf Kriegs⸗ ſparkaſſenbuch 1212 Mk. Durch die Schule wurden ſomit für die V. Kriegsanleihe 17 612 Mk. aufgebracht..

Am 28. September verſchied in Weinbach, Kr. Oberlahn, der Schüler der I. Klaſſe Hermann Neuber im Alter von 19 Jahren. Er mußte im Februar d. Is. infolge ſchwerer Erkrankung den Schulbeſuch aufgeben; 7 Monate lang kämpfte er gegen die Krank⸗ heit, immer voller Hoffnung auf Geueſung, bis ihn ein ſanfter Tod von dem Leiden erlöſte. Mit ihm wurde uns ein lieber Schüler entriſſen, vorbildlich im Charakter und im Lerneifer, der dermaleinſt ein tüchtiges Mitglied der menſchlichen Geſellſchaft zu werden verſprach. Sein Andenken wird hoch in Ehren gehalten. Schüler und Lehrer gaben ihm das letzte Geleit. Namens des Lehrerkollegiums legte Profeſſor Ottmann einen Kranz am Grabe nieder und widmete dem ſo früh dahingerafften einen warmen Nachruf.

Am 1. Oktober(Marine⸗Gedenktag) waren 12 Schüler tätig, in der Stadt Weilburg Beiträge zu ſammeln. Die Schlußkonferenz fand am 2. Oktober ſtatt, die Schule ſchloß am 3. Oktober.

Der Unterricht nahm am 18. Oktober wieder ſeinen Anfang. 8 Schüler wurden neu aufgenommen, davon 2 in Kl. V und 6 in Kl. III. Der Schülerbeſtand war 159.

Bei der Oktober⸗Muſterung des Jahrgangs 1898 wurden von 7 Schülern der beiden oberen Klaſſen 5 Schüler kriegsverwendungsfähig befunden:; 2 Schüler der erſten Klaſſe waren ſchon vorher als Freiwillige für tauglich erklärt.

Die landw. Winterſchule, die am 3. Novbr. ihren Lehrgang zu beginnen pflegt, mußte auch dieſes Jahr, wegen Mangels an Lehrkräften infolge der Kriegszeit ihre Arbeit abbrechen.

Am 8. Novbr. nahm die Jugendkompagnie nach längerer Unterbrechung ihre Arbeit wieder auf. Rund 70 Schüler der Anſtalt traten ihr bei. Die Uebungen ſollen hinfort in Turnübungen(Mittwoch abends 8 9 Uhr) und in Geländeübungen(Sonntag nachm.) beſtehen. Die Leitung liegt in den Händen des Turnvereins. Leiter ſind Herr Lehrer Petry und Herr Oberlehrer Schmidt vom Kgl. Gymnaſium. Der Herr Kommandeur der Unteroffiziervorſchule ſtellte eine Reihe Unteroffiziere zur Verfügung, geſtattete die Benutzung von Kaſernenhof und Turnhalle und bewies perſönlich ſein hohes Intereſſe an der Jugendwehr. Am 14. November erhielt Schüler der II. Klaſſe Erich Klaholz Geſtellungsbefehl (Flieger, kv.) und verließ die Anſtalt.