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177. Herr Georg Nifke, geb. am 10. Dezember 1882 zu Waldenburg in Schleſien, katholiſch, vorgebildet auf der Univerſität Königsberg, eingetreten am 18. Mai 1914, aus⸗ geſchieden am 19. Oktober 1914.(Eintritt in das Heer.)
178. Herr Wilhelm Rudelius, geb. am 21. November 1885 zu Friedberg in Heſſen, evangeliſch, vorgebildet auf der Univerſität Gießen und Halle a. S., eingetreten am 21. April 1914, ausgeſchieden am 1. Auguſt 1914.(Eintritt in das Heer.)
179. Herr Konrad Schultze, geb. am 20. Mai 1888 zu Magdeburg, evangeliſch, vor⸗ gebildet auf der Univerſität Halle a. S., eingetreten am 21. April 1914, ausgeſchieden am 31. März 1915.
180. Herr Adolf Völlmer, geb. am 5. April 1885 zu Guben o./L., evangeliſch, vor⸗ gebildet auf der Univerſität Halle a. S., eingetreten am 21. April 1914, ausgeſchieden am 1. Dezember 1914.(Eintritt in das Heer.)
181. Herr Joſeph Zimmer, geb. am 11. Auguſt 1885 zu Weiten, Kreis Saar⸗ burg, katholiſch, vorgebildet auf der landw. Akademie zu Bonn⸗Poppelsdorf, eingetreten am 21. April 1914, ausgeſchieden am 1. Auguſt 1914.(Eintritt in das Heer.).
4. Die öffentliche Wetterdienſtſtelle.
Am 1. Juli iſt ein beſonderer Abenddienſt eingerichtet, der den Zweck hat, Abend⸗ wetterkarten herauszugeben und Zeitungen nochmals Nachrichten und Vorherſagen zu geben. Die Abendwetterkarten ſind vor allem für Schulen beſtimmt, da ſie faſt überall mit der erſten Morgenbeſtellung ausgetragen werden können und ſo in den Beſitz der Schule noch während des Vormittagsunterrichts gelangen. Ihre Auflage wurde dementſprechend auch bald eine verhältnismäßig hohe. Die Geſamtauflage der Wetterkarten überſtieg im Juli 2000. Die Mobilmachung ſtörte den Wetterdienſtbetrieb naturgemäß ſehr. Nicht nur, daß telegraphiſche Nachrichten aus dem feindlichen Ausland nicht mehr einliefen, kommen auch jetzt noch dieſe Nachrichten aus dem übrigen Europa unregelmäßig und verſpätet. Die deutſchen Nachrichten ſind zwar ſtark vermehrt worden, auch erhalten wir ſeit der Beſetzung aus Belgien Nachrichten, immerhin muß aber die Wettervorherſage unter dieſen Verhältniſſen leiden. Auch der Verſand der Wetterkarten iſt durch die Beſchränkung und Verlegung der Bahnzüge ſtark geſtört. Da Nachtzüge auf der Lahnſtrecke ſeit der Mobilmachung nicht mehr verkehren, können die Abendkarten erſt am nächſten Morgen verſandt werden. Die Ausgabe von Wetternachrichten und Vorherſagen am Abend hat ganz aufhören müſſen.
5. Vorträge der Lehrer in landwirtſchaftlichen Vereinen und Verſammlungen.
Prof. Dr. Helmkampf hielt am 10. Mai 1914 in Frankfurt a. M.⸗Niederurſel einen Vortrag über Mittel zur Steigerung der Bodenerträge, am 17. Mai in Borken, Bez. Kaſſel, über Züchtungsfragen und Weidegang, am 23. Juli in Fulda über landw. Unterricht in ländl. Fortbildungsſchulen.
Die ſonſt üblich geweſene umfangreiche Vortragstätigkeit wurde im letzten Jahre vor allem durch den Krieg unterbunden, während deſſen Dauer die Vereinstätigkeit und Wanderlehrtätigkeit notgedrungen ſtark beſchränkt werden mußte. Ferner war Prof. Helmkampf durch ſeine Wahl zum Direktor der Landwirtſchaftsſchule und durch die Uebernahme der Amtsgeſchäfte in der Reiſetätigkeit behindert. In Zukunft werden aber ſowohl der Direktor wie Oberlehrer Dr. Heyl ihre Außentätigkeit unter den Landwirten der Provinz in vollem Umfange wieder aufnehmen.


