Jahrgang 
1914
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I. 1. Weshalb waſchen wir uns mit Seife? 2. Der Chlorkalk. 3. Die chemiſchen Vor⸗ gänge in der Bäckerei. 4. Wodurch verderben und wie erhält man Metallgegenſtände?(Prüfungs⸗ arbeit.) 5. Die Grunderſcheinungen der Elektrizität. 6. Wodurch wird der Schall im Fernſprecher übertragen? 7. Die elektriſchen Maße und Meßinſtrumente. 8. Die Verwitterung(Prüfungsarbeit).

Landwirtſchaftliche Arbeiten: II. 1. Ein viereckiger Acker mißt in der Diagonale 312 m, die Höhen der beiden Dreiecke ſind 87,5 bezw. 104,3 m lang. Das Feld ſoll mit Luzerne beſät werden, von der bei 90% Gebrauchswert 39 kg auf 1 ha genügen. Die Saatware hat 88% Keimfähigkeit und⸗ 91% Reinheit. Wieviel Saatware iſt nötig? Was koſtet ſie?(1 ² 194 Mk.). 2. Welche Mittel haben wir, um den Hederich auf unſern Aeckern zu bekämpfen? 3. a. Das Wintergetreide von 56 Mg ſoll gemäht, abgerafft und in Stiegen aufgeſtellt werden. a. Was koſtet die Arbeit im ganzen und für einen.? b. Wieviel Rundfeimen ſind zur Unterbringung des Getreides nötig?(Durch meſſer 7,2 m; Höhe bis Dachanfang 4,6 m, bis zur Spitze 7 w.) c. In einer Wirtſchaft werden 260 Mae Wintergetreide, 180 Me Sommergetreide und 65 Me Wieſen bewirtſchaftet. Das Heu und die Hälfte des Getreides ſoll in feſter Hofſcheune untergebracht werden, der Reſt des Getreides in offener Feldſcheune. Wieviel ebm müſſen die beiden Scheunen faſſen, und welche Baukoſten würden ſie an nähernd verurſachen? 4. Ein Acker von 5 ha 34 a ſoll ſo ſtark mit Jauche befahren werden, daß auf 1 Mg 6 kg Nentfallen. Wieviel Fäſſer ſind auszufahren?(Faßlänge 2,2 w, Durchmeſſer 76 cm.) Wieviel ke Kali werden im ganzen und auf 1 Mg geboten? 5. Die Ernte und Aufbewahrung des Kernobſtes. 6. Die Tuberkuloſe des Rindes und ihre Bekämpfung. 7. a. Ein junger, fleiſchiger, nicht ausgemäſteter Ochſe wiegt an drei aufeinanderſolgenden Tagen 1378 bezw. 1396, 1369 Pfd. Wieviel Schlachtware liefert er? Welchen Kaufpreis kann der Landwirt erhalten? v. Mäßig ge⸗ nährte Kühe notieren 3137. Welchen Wert hat ein Tier, das 638 Pfd. Schlachtware liefert? ec. Die Lebendgewichtspreiſe für mittlere bezw. geringe Maſtlälber ſind 59 bezw. 55 Mk. Welches ſind die entſprechenden Schlachigewichtspreiſe? 8. Am 8. Januar kauft Landwirt N eine Schlachtkuh und nimmt ſie am 9. Januar in Empfang. Am 16. Januar ergibt ſich bei der Schlachtung Tuber⸗ kuloſe, ſo daß 300 Pfund verworſen werden müſſen. Was hat zu tun, um ſich gegen den Schaden

zu decken? 9. Die Bekämpfung des Rotlaufs. 10. Die Süßerhaltung der Kuhmilch.

1. a. Welche Verdaulichkeitszahlen ſind in der Tabelle für Heu von junger und etwas älterer Luzerne angenommen? b. Berechnung des Stärkewerts für Heu von junger Eſparſette und von Wickhafer. 2. Ein ſchweres Ackerpferd(142) erhielt bislang täglich 16 Pfund mittleres Wieſenheu, 6 Pfd. Haferſtroh und 14 Pfd. Hafer. Genügt dieſe Ration noch, wenn von dem Tier ſchwere Ar beit verlangt wird, eventuell, wie iſt die Ration abzuändern? 3. Die Düngung der Getreidearten. (Vergleich). 4. Zuſammenſtellung einer Ration für einen jungen Zuchtbullen im Gewicht von 1340 Pſund. 5. Weshalb ſoll der Landwirt den Kalkgehalt ſeines Bodens überwachen, und wie kann die Kalkung des Bodens ausgeführt werden? Abiturienten- und Klaſſenarbeit.) 6. Die Gebäude⸗ ſteuer. 7. Die Verſicherung der Gebäude und des toten Inventars gegen Feuerſchaden. 8. Ein

Landwirt beabſichtigt ſich eine Drillmaſchine zu kaufen und mit ihr die Felder anderer Landwirte gegen Entgelt zu beſäen. Er will Spannkraft und Bedienung ſelbſt ſtellen und rechnet mit ca. 180 Mg Ackerfläche. Welche Miete ſoll er für 1 Me verlangen? 9. Die deutſche Reichsbank. 10. Wo und wie kann ſich der Landwirt für Wirtſchaftszwecke Geld leihen?(Abiturienten- und Klaſſenarbeit.)

Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.

Das jetzige Verſuchsfeld(Größe ca. 76.86 a) in der Nähe der Stadt gelegen, wurde 1909 in Benutzung genommen und liefert das nötige Anſchauungsmaterial für den Unter richt im Pflanzenbau. Der mittlere und größere Teil des Feldes iſt in drei 18 m breite Flächen geteilt, die in je 8 Parzellen von je 7,5 m Breite getrennt ſind, ſodaß 24 gleich große Parzellen vorhanden ſind. Von dieſen tragen 4 Parzellen die wichtigſten Gartenge⸗ wächſe, 11 Parzellen zeigen den Anbau der üblichen Feldgewächſe und wechſeln nach Art einer Fruchtwechſelwirtſchaft. 1913 wurden angebaut Zuckerrüben, Hafer, Klee, Winter weizen, Brachfrucht, Raps, Wintergerſte, Kartoffeln, Sommergerſte, Hülſenfrüchte,(Erbſen, Wicken), Roggen. 6 weitere Parzellen, die auch jährlich wechſeln, tragen die verſchiedenſten Sorten von Kartoffeln, Sommergetreide, Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen, Winter⸗ getreide, Rüben und Möhren, Mais und Hirſe, Oelpflanzen und Geſpinſtpflanzen. Die letzten 3 Parzellen ſind zum Anbau von Dauerpflanzen beſtimmt, wie Luzerne, Eſparſette c. Die übrigen Feldflächen, teils unregelmäßiger Form, tragen Obſtbäume(Hochſtämme, Halbſtämme, Buſchform), Beerenobſt, Gras und allerhand Gewächſe ſelteneren Vorkommens, wie auch Pflanzen für den botaniſchen Unterricht. Zur Unterbringung der Geräte, Säme reien, Ernteerzeugniſſe iſt ein Häuschen mit 2 Räumen und Schuppen vorhanden. Die Schüler werden mit ſämtlichen Kulturarbeiten bekannt gemacht, führen ſie teils auch ſelbſt aus.