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419. Albert Recknagel, Sohn eines Landwirts in Hofgeismar, geb. am 7. Juli 1891, aufgenommen in II Pfingſten 1911. Gewählter Beruf: Landwirt.
Vom 28. September bis 13. Oktober dauerten die Herbſtferien.
Am 18. Oktober fand die Gedächtnisfeier der Schlacht bei Leipzig ſtatt. Die Feſtrede hielt der Direktor.
Am 22. Dezember fand in der Aula eine Weihnachtsfeier der Schüler in Gegenwart der Lehrer unter dem Tannenbaum ſtatt, verbunden mit Verloſung.
Vom 23. Dezember bis 5. Januar dauerten die Weihnachtsferien.
Am 27. Januar fand die Feier des Geburtstages Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs ſtatt. Die Feſtrede hielt Prof. Ottmann über Friedrichs des Großen Schrift„De la lit- térature allemande“.
Vom 16. Februar bis 16. März wohnte Herr Dr. von Kuhn von der Ackerbauſchule in Rewal dem Unterricht in mehreren Klaſſen, ſowie den Seminarſitzungen bei.
Die ſchriftliche Reifeprüfung für das Winterhalbjahr 1913/14 fand vom 9. bis 13. März ſtatt. Die Aufgaben waren folgende:
Deutſcher Aufſatz: Die Kyffhäuſerſage in der Dichtung und ihre geſchichtliche Verwirklichung.
Franzöſiſche Arbeit: Ueberſetzung eines franzöſiſchen Stückes ins Deutſche und eines deutſchen ins Franzöſiſche.
mathematiſche Arbeit: a. Ein Dreieck zu zeichnen aus ab=fe, hec und ty.— d. Wie ſchwer iſt die Menge Lehm, welche in einer 1,44 m tiefen Grube von der Form eines Pyramidenſtumpfes enthalten iſt, wenn die obere Oeffnung der Grube ein Rechteck von 4 m 9 cm und 2m 7 em und ihre Sohlen⸗ fläche ein Rechteck von 2 m 5 cm und 95 em Seitenlänge iſt? p'= 1I,7.— c. Zwei Arbeiter A und B ſollen eine Arbeit verrichten. Arbeitet A 12 Tage und 8 8 Tage, ſo bringen ſie die Arbeit gerade fertig. Sie bringen ſie auch fertig, wenn Aà 9 Tage und B 12 Tage arbeitet. In wieviel Tagen würde jeder allein die Arbeit zuſtande bringen und in wieviel Tagen beide zuſammen?— d. Land⸗ wirt N hat zwei Wechſel in Händen, von denen der eine auf 416 Mk. lautet und am 12. Mai fällig iſt, während der andere als Dreimonatswechſel über 395 Mk. am 6. Januar ausgeſtellt iſt. N verkauft die Wechſel am 9. März. Wieviel Geld erhält er?(Diskont 5 ¼%).
naturwiſſenſchaftliche Arbeit: Die Verwitterung.
Landwirtſchaftliche Arbeit: Wo und wie kann ſich der Landwirt für Wirtſchaftszwecke Geld leihen?
Am 3. April folgte die mündliche Prüfung unter dem Vorſitz des Herrn Regierungs⸗ und Schulrats Dr. Grau aus Wiesbaden als Kommiſſar der Kgl. Regierung. Vertreter des Kuratoriums war Oerr Rittergutsbeſitzer Maertens, Vorſitzender der Landwirtſchafts— kammer für den Reg.⸗Bez. Caſſel. Folgende Schüler beſtanden:
420. Friedrich Müller, Sohn eines Landwirts aus Heſſen, geb. 13. Mai 1894, aufgenommen in III Auguſt 1911. Gewählter Beruf: Kaufmann.
421. Karl Reitz, Sohn eines Landwirts aus Heſſen, geb. 19. März 1892, aufge⸗ nommen in IV Herbſt 1910. Gewählter Beruf: Landwirt.
422. Phillipp Schack, Sohn eines Landwirts aus Preungesheim bei Frankfurt a./M., geb. am 15. Oktober 1895, aufgenommen in III Herbſt 1911. Gewählter Beruf: Landwirt.
423. Hans Hartung, Sohn eines Landwirts aus dem Reg.⸗Bez. Caſſel, geb. am 19. April 1896, aufgenommen in IV Oſtern 1910. Gewählter Beruf: Landwirt.
424. Wilhelm Presber, Sohn eines Weichenſtellers in Stockhauſen, Kr. Weßtzlar, geb. 2. Auguſt 1898, aufgenommen in IV Herbſt 1910. Gewählter Beruf: Kaufmann.
425. Heinrich Meyl, Sohn eines Landwirts in Haddamar, Kr. Fritzlar, geb. 5. Juli 1895, aufgenommen in IV Oſtern 1910. Gewählter Beruf: Landwirt.
426. Emil Stamm, Sohn eines Landwirts in Wolfenhauſen, Kr. Oberlahn, geb. am 10. Mai 1897, aufgenommen in V Oſtern 1909. Gewählter Beruf: Landwirt.
427. Theodor Niedrée, Sohn eines Gerichtsſekretärs in Weilburg, geb. 11. April 1896, aufgenommen in V Oſtern 1907. Gewählter Beruf: Beamter.
428. Hermann Schloß, Sohn eines Poſtſchaffners in Weilburg, geb. 1. Jan. 1897, aufgenommen in V Oſtern 1908. Gewählter Beruf: Marine.
429. Emil Blecker, Sohn eines Bürobeamten in Weilburg, geb. 1. Januar 1898, aufgenommen in V Oſtern 1909. Gewählter Beruf: Beamter.


