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c. Turn⸗ und Spielverein.
Dem Turn⸗ und Spielverein gehörten 17 Schüler an. In wöchentlich 2 Stunden wurde fleißig geturnt und geſpielt. Bei dem Webersbergfeſt trat der Verein mit eigenen Riegen auf. Die tätige Mithilfe des Studienaſſeſſors Lauth und die ſtarke Beteiligung von Schü⸗ lern der oberen Klaſſen förderten den Verein ſehr.
d. Muſikverein.
Unter der treuen unverdrießlichen Leitung des Hausinſpektors Altenkirch haben auch dieſes Jahr wieder 20 Schüler die Gymnaſialkapelle gebildet. In wöchentlich 1—2 Stunden wurde fleißig geübt und bei feſtlichen Gelegenheiten gezeigt, daß Fortſchritte gemacht wurden. So bei den Schulfeſten und den Veranſtaltungen des Vereins für das Deutſchtum im Aus⸗ land, dem die Mitglieder der Kapelle durch die Schulgruppe angehören. Mit Stolz ernteten die Muſiker das Lob der Hauptleitung des V. D. A. auf der Pfingſttagung in Hirſchberg. Durch Gewährung von freier Fahrt zu den Tagungen des V. D. A. hat man den Wert der Kapelle anerkannt. Solch materielle Unterſtützung kann der Muſikverein gut gebrauchen. Denn ſeine Mitglieder allein können, auch mit dankbar beſtätigter Hilfe der„Wilinaburgia“, die Ausgaben für Noten, Reparaturen uſw. nicht bewältigen. Ein allmählicher Erſatz der alten, innerlich und äußerlich mitgenommenen Inſtrumente iſt ſehr erwünſcht.
e.„Wilinaburgia“, Derein ehemaliger Angehöriger des Sumnaſiums zu Weilburg.
Im abgelaufenen Jahr hat die„Wilinaburgia“ ſich weiterhin günſtig entwickelt. Die Mitgliederzahl ſtieg von 515 auf 570. Die Tätigkeit zur Erfüllung der geſtellten Aufgaben wurde fortgeſetzt: Pflege des Zuſammenhalts der ehemaligen Angehörigen untereinander und mit der Schule, Unterſtützung bedürftiger Mitglieder und ihrer Angehörigen, Bereitſtel⸗ lung von Geldmitteln für das Gymnaſium und die Schülervereine. Das Nachrichtenblatt, von dem wiederum im Laufe des Jahres drei Nummern erſchienen, konnte noch weiter aus⸗ gebaut werden: es nahm immer mehr an Umfang zu, wurde mit Bildern ausgeſtattet und erhielt noch beſſeres Papier; es wurde auch an die Primaner zur Verteilung gebracht. Bei den Veranſtaltungen des Vereins waren Vertreter des Lehrerkollegiums und der Prima als Gäſte anweſend, und umgekehrt beteiligte ſich der Verein an den Feſtlichkeiten der Schule. Das Landheim bei Niederlauken, das nach ſeinem Schöpfer fortan den Namen„Staaden⸗ heim“ führen wird, wurde von der„Wilinaburgia“ gepachtet und ſteht den jetzigen wie den früheren Angehörigen des Gymnaſiums zu kürzerem oder längerem Aufenthalt zur Verfü⸗ gung. Die hohen Inſtandhaltungskoſten und der Pachtpreis erfordern erhebliche Mittel, ſodaß leider auf die Erhebung einer Benutzungsgebühr noch nicht verzichtet werden kann. An die Eltern der Schüler und die Mitglieder ergeht die Bitte, durch Stiftung von Ge⸗ brauchsgegenſtänden aller Art, auch gebrauchter, das Innere wohnlich auszuſtatten; ein gutes Beiſpiel hat Herr Th. Megges, Weilburg, durch Ueberlaſſung von vier neuen Bett⸗ ſtellen mit Matratzen gegeben. Als Weihnachtsgabe widmete die Wilinaburgia ſämtlichen Schülern den Kalender des Deutſchen Jugendherbergsverbandes„Freudenborn“. Ferner wur⸗ de der Muſikverein reichlich unterſtützt. Auch einzelne Mitglieder haben ihre Anhänglichkeit an die alte Schule durch die Tat bewieſen. Herr Pfarrer Endres, Schupbach,(jetzt in Wir⸗ ges), überließ der Anſtalt einen ſelbſtgebauten Rundfunkapparat. Oeffentliche Vorträge in der Aula hielten wieder Herr Prof. Dr. Kirchberger, Berlin, über die Geſchichte unſeres Weltbildes und Herr Prof. Dr. Brüggemann von der Techn. Hochſchule in Aachen über: Der junge Goethe. Die Einnahme kam der Schule zugute; von dem Erlös des letztgenannten Vortrages wurden Bücher gekauft und bei der Schlußfeier vor Oſtern durch den Di⸗ rektor an gute Schüler als Prämien verteilt.— Abermals ergeht an alle Lehrer und Schü⸗ ler, die die Anſtalt verlaſſen, die Bitte, ſich der Wilinaburgia anzuſchließen. Sie bleiben ſo nicht nur untereinander und mit der Schule in ſteter Verbindung, ſondern können da⸗ durch auch zum Wohlergehen des Gymnaſiums beitragen.


