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die beide öfters Gelegenheit zum öffentlichen Auftreten hatten. Die Bläſer übten Mittwochs, die Streicher Freitags allwöchentlich. Zeichnen.
Der Zeichenunterricht iſt von Oſtern 1924 ab für die Klaſſen VI— lIe obligatoriſch. VI und IIa erhielten lehrplanmäßig wöchentlich. 1 Stunde, die übrigen Klaſſen je 2 Stunden Unterricht..
Gezeichnet wurden in VI: Ebene Gebilde nach Anſchauung und aus dem Gedächtnis, ſowie bildmäßige Darſtellungen nach Märchen, Gedichten und aus dem Leben. 4
V.: Fortſetzung des Stoffes der VI, außerdem farbiges Aufteilen von Flächen und Entwickelung und Uebung einer dekorativen Schrift. 3
IV.: Erweiterung des vorgenannten Stoffes, genaue und farbige Darſtellung von ebenen Gebilden, Pinſelzeichnungen nach einfachen Naturblättern, Blumen und Früchten. — IIIg u. IIii: Perſpektiviſches Zeichnen und plaſtiſche Darſtellung von einfachen und ſchwierigeren Gegenſtänden, Motipen im Schulgebäude und im Freien, außerdem bildmäßige Uebungen mit Anwendung von dekorativer Schrift.
112: Malen mit Aquarellfarben und Zeichnen nach Früchten, Stilleben und Motiven im Freien. 2 Am wahlfreien Unterricht für die Klaſſen II bis L nahmen im Sommerhalbjahr 7, im Winterhalbjahr 4 Schüler teil.
Zu dem für VI bis l!e genannten Stoff trat noch hinzu: Figürliches Darſtellen von Tieren und Perſonen nach dem Leben und Linearzeichnen.
Turnen
Das Turnen fand nach den neuen Lehrplänen ab Oſtern 1924 in wöchentlich 2 Hallen⸗ ſtunden und 2 Spielſtunden ſtatt. Die Turnſpiele wurden an den ſchul⸗ und aufgabenfreien Nachmittagen abgehäalten. Unter dem planmäßigen Turnunterricht boten die Vorbereitungen zu verſchiedenen turneriſchen Veranſtaltungen reichlich Gelegenheit zu leichtathletiſchen Uebungen und Spielen. So folgte die Schlagballmannſchaft am 14. Juli einer Einladung des Gym⸗ naſiums Hadamar zu einem Wettſpiel anläßlich der 600⸗Jahrfeier der Stadt. Am 17. Juli feierte das Gymnaſium die Reichsjugendwettkämpfe, am 13. September kamen auf Einladung des Gomnaſiums die höheren Schulen von Diez, Dillenburg, Hadamar, Limburg, Montabaur nach Weilburg zu einem fröhlichen Wettkampf, verſchönt durch unſere Gymnaſialkapelle. Schließlich hielt das Gymnaſium am 2. Oktober ſein alljährliches Herbſtwetturnen auf Webersberg ab..
Es beſtanden folgende Turnklaſſen:
A. im Sommer:
1. Turnklaſſe, beſtehend aus I mit 11 Schülern, unterrichtet von Müller. 2.„„„ II." 26„„„ Müller. 3.„„„ 4 IIIe„ 25⁵„„„ M üller. 214!.„„ 11„ III„ 24„„„ Müller. 5..—. lIV„ 28„»„„ Georg. 6. 1„ 7 V 7 38„„„ S ch midt. 7. 1„ 1 VI„ 28„„„ Müller. B. im Winter:. 1. Turnklaſſe, beſtehend aus I mit 10 Schülern, unterrichtet von Müller. 2.„„ 111„ 23.„„„ M ül ler. 3„ u„ III„ 18„„„ Müller. 4„„„ III„ 21 1,„ 9 Georg. 5. 1„„ IV 1 26 2„„ Schmidt. 6„ Le VA, 3I„„„ Müller. 7„ u ¹ VI 28„„ Wagner.
— 1 4 3„„.„ 2. Bericht über die Lehrer.— 3 Zu Beginn des Schuljahres traten in den einſtweiligen Ruheſtand


