8— Hebräisch. Am wahlfreien hebräischen Unterricht nahmen bis zu den Sommer- ferien aus I 7, aus O II 2 Schüler teil. Zeichnen. Den für die Klassen l und II eingerichteten nicht verbindlichen Zeichen- unterricht besuchte bis zu den Sommerferien 1 Schäüler.
4. Mitteilungen über den Betrieb des Turnwesens u. s. W.
Die Anstalt besuchten im Sommer 157, im Winter 122 Schüler. Turnunterricht konnte nur im ersten Sommervierteljahr abgehalten werden, da mit Ausbruch des Krieges die Herren Schwarte, Müller, Schmidt und Neumann eingezogen wurden.
Von jenen 157 Schülern waren befreit:
Vom Turnen über- Von einzelnen Ubungs- haupt: arten: Auf Grund ärztlichen Zeugnisses: 10 oder 6,4% 4 oder 2,5% aus anderen Gründen: 20 oder 12,7% Es bestanden folgende Turnklassen:
1. Turnklasse, bestehend aus I mit 23 Schülern, unterrichtet von Angersbach.
2.„ ,⸗ 7 II„ 28„„„„ Schwarte.
3.„) 7 7) III„ 34„„„„ Müller.
4.„„„ IV, 9 3,„„ Neumann.
5.„„„ V und VI„ 33„„„ Sehmidt.
Jede Turnklasse hat wöchentlich 3 Unterrichtsstunden, die in der Gymnasial-Turn- halle und auf dem anstossenden freien Platze abgehalten werden. Dieser ist leider wegen seiner geringen Breite und ungünstigen Begrenzung zum Ballspielen wenig geeignet. Wäuͤhrend des Krieges dient die Turnhalle als Lazarett für verwundete und erkrankte Soldaten.
Der aus 14 Schülern der Klassen I bis III gebildete und unter Aufsicht des Direk- tors und des Professors Angersbach stehende vereinigte Turn- und Spielverein pflegte in wöchentlich 2)1 ½ Stunden eifrig turnerische UÜbungen und ausserdem mancherlei Turn- spiele. Die Turnspiele fanden auf dem Turnplatze und vor der alten Kaserne statt. Die älteren Schüler beteiligen sich seit Ausbruch des Krieges an den Uebungen der Jugendwehr.
Die Schüler badeten zu bestimmten Stunden in der Schwimmanstalt der König- lichen Unteroffiziervorschule. Das Schwimmen erlernten 32 Schüler.
Der verflossene Winter bot kaum Gelegenheit zum Schlittenfahren und Schlittschuh- laufen.
5. Gesang.
Der Gesangunterricht fiel mit Beginn des Krieges aus, da Zeichenlehrer Neu-
mann eingezogen und Professor Debes mit anderweitigem Unterricht beauftragt wurde.
Zur Vorbereitung für die Schulfeiern wurden in den Monaten November, Dezember und Januar besondere Gesangstunden abgehalten.


