Jahrgang 
1912
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Am 30. September fand cine Schulfeier statt zur Erinnerung an die hochselige Kaiserin Augusta.

Die Reifeprüfung fand unter dem Vorsitz! des Herrn Provinzial-Schulrats Kanz ow am 16. September statt. 11 18 4

Der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Johannes Schmidt, der am 1. Oktober 1911 vereidigt und dem hiesigen Gymnasium als Hilfslehrer überwiesen worden war, wurde zwechs wissenschaftlicher Studien vom 1. Oktober 1911 bis 31. März 1912 beurlaubt.

Montag, den 16. Oktober, wurden die angemeldeten Schüler geprüft.

Freitag, den 27. Januar, beging das Gymnasium mit Kirchgang und Redeakt in. der festlich geschmückten Aula den Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Die Festrede hielt Herr Professor Stürmer über Friedrich den Grossen.

Vom 30. Januar bis 4. März war der Unterzeichnete beurlaubt, um an einer Mittel- meerreise teilzunehmen, zu der er auf Befehl Sr. Majestät eingeladen worden war.

Die mündliche Rcifeprüfung wurde Donnerstag, den 14. März unter der Leitung des Herrn Provinzial-Schulrats Kanzow abgehalten.

Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler befriedigte.

Die Revision des Seminars fand am 15. September durch Herrn Provinal-⸗Schulrat Kanzow statt.

Am 30. September wurden die Kandidaten des pädagogischen Seminars sowie der französische Lehramtsassistent Marzel Burney aus dem Verband des Gymnasiums entlassen.

Zu Beginn des Winterhalbjahres traten die Kandidaten Wisseler, Dr. Huth, Gross, Dr. Haass, Müller, Weyher und Dr. Ullrich als neue Mitglieder in das Seminar ein.

Personalnotizen über die neu eingetretenen Lehrer.

Ernst Bickel, geb. am 8. Oktober 1880 zu Wiesbaden, besuchte das Kaiser Friedrich Gymnasium in Frankfurt a. M., studierte in Marburg, Kiel und Berlin Ge- schichte, Deutsch und Latein, promovierte im Juli 1904 zum Dr. phil. und bestand im Juli 1905 die Lehramtsprüfung. Das Seminarjahr leistete er vom Herbst 1905 bis Herbst 1906 am Wilhelms-Gymnasium zu Cassel ab, das Probejahr von Ierbst 1906 bis Ostern 1907 am Realgymnasium zu Cassel und von Ostern 1907 bis Herbst 1907 am Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden. An dieser Anstalt blieb er als wissenschaftlicher Hilfslehrer und wurde hier auch am 1. April 1909 zum Oberlehrer ernannt. Am 1. Abpril 1911 wurde er in gleicher Eigenschaft an das Kgl. Gymnasium zu Weilburg versetzt.

Wilhelm Müller, geb. am 18. Januar 1881 zu Odenhausen, Kreis Wetzlar, pesuchte das Grossherzgl. Gymnasium zu Giessen, studierte in Giessen, Berlin und Mar- burg alte Sprachen und Deutsch und bestand am 2. Februar 1906 die Lehramtsprüfung. Das Seminarjahr leistete er von Ostern 1906 bis Ostern 1907 am Goethe-Gymnasium zu Frankfurt a. M. und am Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden ab. das Probejahr von Ostern 1908 bis Ostern 1909 am Kgl. Gymnasium zu Hanau. Darauf war er bis Oktober 1909 am Kgl. Wilhelms-Gymnasium zu Cassel, von da ab bis Ostern 1911 am Gymnasium zu Limburg als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt. Am 1. Abpril 1911 wurde er zum Oberlehrer am Kgl. Gymnasium zu Weilburg ernannt.