Jahrgang 
1912
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Aufgaben für die Reifeprüfung: Herbst 1911. 1) Deutscher Aufsatz: Inwiefern siad die Unglücksjahre 1806/07 fär Preussen eine Quelle des Segens geworden?

2) Mathematische Aufgaben: 1. Eine reguläre dreiseitige Pyramide, deren Grundkanten a= 9 und deren Seitenkanten s= 14 cm sind, soll durch eine zur Grund- fläche parallele Ebene halbiert werden. Wie gross sind die Höhen der beiden Teile? 2. Von einem Punkt an einen Kreis eine Sekante so zu ziehen, dass das äussere Stück doppelt so gross ist, als das innere. 3. Ein Dreieck zu berechnen, von dem gegeben ist b-c= 72 cm; 109°33⸗ 54;= 38° 52 48. 4. Eine Rente von 1600 Mk., die 20 Jahre lang jährlich fällig ist, soll in eine andere verwandelt werden, die nur 15 Jahre lang gezahlt wird. Wie gross kann diese seia? 3% 5/%e.

Ostern 1912.

1) Deutscher Aufsatz: Ilat Schiller recht, wenn er Horaz einen sentimentalischen Dichter nennt?

2) Mathematische Aufgaben: 1) Wie gross ist der Radius einer Kugel von gleicher Oberfläche mit einem Quader, dessen Kanten a= 9, b= 11, c= 13 em sind, und wie verhält sich der Inhalt dieser Kugel zum Inhalt der dem Quader cingeschriebenen Kugel? 2) Ein gleichseitiges Dreieck aus der Summe der Seite und der Höhe zu konstruieren. 3) Wie hoch schwebt eine Wolke über der Erde, wenn von der Höhe h= 35,7 m der Elevationswinkele= 15° 16, 45 und in einem See ihr Spiegelbild unter einem Depressionswinkel 6= 18° 57⸗ 18 gesehen wird, und wie weit ist sie von dem Beobachtungspunkt entfernt? 4. Bei einem Vertrag werden fär ein Ar geboten entweder 10 Jahre lang 5 Mk., die letzten 8 Jahre 0,50 Mk. Pacht oder eine einmalige Entschädigung von 29 Mk. und 18 Jahre lang 0,80 Mk. Pacht je am Anfang des Jahres zu zahlen. Welches Angebot ist am vorteilhaftesten, wenn 4% Zinsen gcrechnet werden.

Englisch. Am wahlfreien englischen Unterricht beteiligten sich aus I 4 und 0 II 12 Schüler.

Hebräüisch. Am wahlfreien hebräischen Unterricht nahmen aus I 2 und O II 4 Schüler teil.

Zeichnen. Den für die Klassen I und II eingerichteten nicht verbindlichen Zeichenunterricht besuchten im Sommer 2 und im Winter 2 Schüler.

4. Mitteilungen über den Betrieb des Turnwesens u. s. W.

Die Anstalt besuchten im Sommer 162. im Winter 160 Schüler. von diesen waren befreit:

Vom Von Turnen überhaupt: einzelnen Ubungsarten Auf Grund ärztlichen Zeugnisses: im S.: 7, im W.: 16. im S.: 2, im W.: 7.

von der Gesamtzahl der Schüler also:.

im S.: 4,3%, im W.: 10%. im S.: 1,2%, im W.: 4,4%.