Jahrgang 
1903
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VI. Stiftungen und Unterstützungen.

1. Die Zahl der Freischüler betrug wührend des Rechnungsjahres 1902 26, die Summe des erlassenen Schulgeldes 2307,50 Mk.

2. Aus der Unterstützungsbibliothek wurden in diesem Schuljahr 65 Bücher an 31 Schüler der Anstalt ausgelichen.

3. Die im Jahre 1897 von Vätern hiesiger Abiturienten begründete und von Königlichem Pronvinzial-Schulkollegium zu Cassel genehmigteStiftung früherer Schüler hat in diesem Jabre einen Zuwachs leider nicht erbalten.

Ich empfehle die Stiftung daher von neuem dem Wohlwollen der Eltern und An- gehörigen unserer Schüler auf das wärmste.

VII. Mitteilungen an die Eltern und Schüler.

Samstag, den 4. April wird das Schuljahr geschlossen werden.

Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 20. April mit der Aufnahmeprüfung.

Anmeldungen können ebenso wie Abmeldungen nur von den Eltern oder den gesctzlichen Stellvertretern derselben mündlich oder schriftlich bei dem Direktor be- wirkt werden. Bei der Anmeldung sinddie Zeugnisse der bisherigen Lehrer bezw., wenn der betreffende Schüler bereits einer höheren Lehranstalt angehörte, ein Abgangs- zeugnis dieser Anstalt, ferner ein Geburts- oder Taufzcugnis und ein Impfschein, bezw. nach zurückgelegtem 12. Lebensjahre ein Wiederimpfschein vorzulegen.

Für die Aufnahme in die Sexta, welche gewöhnlich erst nach vollendetem 9. Lebens- jahre erfolgt, werden folgende Vorkenntnisse verlangt:

1. Geläufigkeit im Lesen deutscher und lateinischer Schrift;

2. die Fähigkeit, ein Diktat in deutscher und lateinischer Schrift ohne grobe ortho- grapbische Fehler lescrlich und sauber niederzuschreiben;

3. Sicherheit in den 4 Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen;

4. Bekanntschaft mit den wichtigsten biblischen Geschichten.

Die Wahl der Wohnung bedarf für auswärtige Schüler der vorher einzu- holenden Genehmigung des Direktors.

Meldungen zur Aufnahme in das von dem Nassauischen Pfarrerverein gegründete Paedagogium Paulinum sind an Herrn Dekan Deissmann in Cubach bei Weilburg zu richten. Die Anstalt kann den Eltern unserer Schüler aufs beste empfohlen werden.

Im Interresse eines erfolgreichen Schul- und Konfirmandenunterrichts bitte ich die Eltern unserer evangelischen Schüler dringend, die Konfirmation ihrer Söhne möglichst in die Lehrzeit der Tertia zu verlegen. Nur in diesem Falle ist es möglich, bei Aufstellung des Stundenplans auf die Konfirmanden die wünschenswerte Rücksicht zu nehmen.

Im Interesse der Förderung des für das Wohl der Schüler in jeder Hinsicht so wichtigen Zusammenwirkens von Schule und Haus sind auf Anregung Königlichen Pro- vinzial-Schulkolegiums von den Lehrern der Anstalt bestimmte Stunden angesetzt worden,