Jahrgang 
1903
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vom Tode des Augustus bis zum Ende des dreissigjährigen Krieges. Gelegentliche Wie derholungen aus der Erdkunde. 3 St. w. Heidsieck.

Mathematik. Arithmetik: Arithmetische und geometrische Reihen. Zinseszins- und Rentenrechnung. Quadratische Gleichungen und solche höheren Grades, die sich auf quadratische Gleichungen zurückführen lassen. Erweiterung des Zahlenbegriffs durch die algebraischen Operationen von der ganzen positiven bis zur komplexen Zahl. 2 St. w.

Geometrie: Stereometrie nach Kambly. Konstruktionen. 2 St. w. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Rossbach.

Physik. Mechanik der festen, flüssigen und luftförmigen Körper. 2 St. w. Rossbach.

Ober-Sekunda. Ordinarius: Professor Dr. Gundlach.

Religion. a. evangel. Erklärung der Apostelgeschichte und entsprechender Ab-

schnitte aus den Briefen, bes. Gal. und 1. Kor. Juden- und Heidenehristentum. Kampf und Sieg des Christentums im römischen Reiche. Wiederholung von Katechismus,

Sprüchen und Liedern. 2 St. w. Müller.

b. kathol. Kombiniert mit II. 2 St. w. Gombort.

Deutsch. Gedichte des Kanons. Nibelungenlied; Gudrun; Walter von der Vogel- weide. Goethes Hermann und Dorothea; Götz von Berlichingen. Schillers Wallenstein. Aufsätze. Dispositionsübungen. Vorträge der Schüler. 3 St. w. Gundlach.

Themata der deutschen Aufsätze:

1. Teuer ist mir der Freund, doch auch dem Feinde kann ich nützen: zeigt mir der Freund, was

ich soll, lehrt mich der Feind, was ich kann. 2. Gudrun und Penelope. 3, Welche Stoffe behandelt

Walter von der Vogelweide in seinen Gedichten?(Klassenarbeit.) 4. Die Erziehung der Knaben bei den R

Spartanern. 5. Treue und Verrat in Goethes Götz. 6. Warum ist Wallensteindes Lagers Abgott? 7. Die Bedeutung der Kolonien für das Mutterland. 8. Klassenarbeit.

Latein. Lektüre: Livius XXII, Cicero, Cato maior und pro Deiotaro. Extem- poriert wurde aus Cic. de imp. Cn. Pomp. Vergil, Aen. IIV, VI m. A. und einige Stellen aus der zweiten Hälfte.(Vergil i. S.: Gundlach.) 5 St. w.

Grammatik:wStilistische Belehrungen im Anschluss an die schriftlichen Arbeiten und an Übersetzungen aus Ostermann-Müller. Wiederholung der Syntax. Alle 14 Tage eine schriftliche UÜbersetzung in das Lateinische, meist als Klassenarbeit, daneben schriftliche Ubersetzungen ins Deutsche als Klassenarbeiten. 2 St. w. Müller.

Griechisch. Hom., Odyssee: Die wichtigsten Stellen aus den noch nicht gelesenen Büchern der ersten Hälfte. XIIIXXIII m. A. 2 St. w. Müller.

Herodot Vund VI m. A. Xenophons Memorabilien m. A. Lysias' Rede gegen Eratosthenes. Wiederholungen aus der Formen- und Kasuslehre, die Syntax der Tempora und Modi. Mündliche UÜbersetzungen aus dem Ubungsbuch von Seyffert. Bamberg II. Teil. Alle 14 Tage abwechselnd eine UÜbersetzung aus dem Griechischen oder ins Griechische als Klassenarbeit. 4 St. w. Schlitt.

Französisch. Sandeau, Mademoiselle de la Seiglière. Deschaumes, Journal d'un Lycéen. Einige Gedichte. Diktate, kleinere freie Arbeiten und UÜbersetzungen. Sprechübungen. Die ÜUnterrichtssprache war vorwiegend das Französische. 3 St. w. Gundlach.