Jahrgang 
1898
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Cassel, 17. Januar 1898. Auf den Antrag des Direktors wird gestattet, ausser Xenophons Memorabilien auch Plutarch, Lysias oder Isokrates in Ober-Sekunda zu lesen.

Cassel, 10. Februar 1898. Ministerialerlass. Die Abiturienten dürfen auch vor dem offiziellen Schulschluss von dem Direktor entlassen werden.

Cassel, 14. Februar 1898. Von den von dem Herrn Minister Königlichem Pro- vinzial-Schulkollegium zur UÜberweisung an die Bibliotheken der höheren Schulen seines Bezirks übersandten Exemplaren des patriotischen BilderwerksDer alte Fritz erhält die Bibliothek des Gymnasiums zu Weilburg 1 Exemplar.

Cassel, 22. Februar 1898. Der nächste archäologische Ferienkursus in Bonn und Trier wird in den Tagen vom 31. Mai bis zum 8. Juni abgehalten werden.

Cassel, 28. Februar 1898. Verfügung des Herrn Ministers, die Drahtheftung von Büchern und Heften betreffend.

Cassel, 2. März 1898. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium überweist im Namen des Herrn Ministers der Anstaltsbibliothek 1 Exemplar des Jakobischen Werks Das Römerkastell Saalburg als Geschenk.

Cassel, 5. März 1898. Ministerialerlass. Der Herr Minister wünscht über den Zu- stand unterrichtet zu sein, in welchem sich die Gebäulichkeiten der höheren Schulen be- finden; insbesondere wünscht er zu erfahren, ob und inwieweit bei denselben Schäden und Mängel vorhanden sind, welche einer Abhilfe in den nächsten Jahren dringend bedürfen.

Cassel, 8. März 1898. Dem Oberlehrer Dr. Weis wird gestattet, sich an dem in den Tagen vom 14. bis zum 27. April in Göttingen stattfindenden naturwissenschaftlichen Ferienkursus zu beteiligen.

III. Chroni k.

Das neue Schuljahr begann Montag, den 26. April mit der Aufnahmeprüfung. Dienstag, den 27. fand in der Aula eine Eröffnungs-Andacht statt, in welcher 48 neuauf- genommene Schüler auf die Schulordnung verpflichtet wurden. Gleichzeitig wurde der von dem Königlichen Realgymnasium zu Wiesbaden an die hiesige Anstalt versetzte Ober- lehrer Dr. Endemann in sein neues Amt eingeführt.

Mit der Vertretung des am Schluss des Winterhalbjahrs schwer erkrankten Ober- lehrers Hirschfeld wurde der bereits seit Ostern 1895 an der Anstalt thätige wissen- schaftliche Hilfslehrer Eitel beauftragt.

Am 26. Mai beteiligte sich eine grössere Zahl von Lehrern an der in Marburg tagenden 22. Hauptversammlung des Vereins von Lehrern an höheren Unterrichtsanstalten der Provinz Hessen-Nassau und des Fürstentums Waldeck. Infolgedessen fiel die Mehr- zahl der Lehrstunden an diesem Tage aus.

Mittwoch, den 2. Juni machten säümtliche Klassen unter Leitung ihrer Ordinarien grössere oder kleinere Ausflüge in die Umgegend.

Sonnabend, den 5. Juni wurden die Schüler in die Pfingstferien entlassen, Dienstag den 15. Juni nahm der Unterricht wieder seinen Anfang.