13
Es bestanden 3 getrennt zu unterrichtende Turnklassen:
I. Turnklasse, umfassend die Klassen I u. IIIi,... 2us. im S. 55, im W. 56 Schüler, II..„„„ IIZ bis einschl. IIlz„„„ 48,„„ 49„ III.„„„„ IV„„ VI„„„ 49,„„ 48 7
Eine Vorschule ist mit dem Gymnasium nicht verbunden.
Jede Turnklasse hatte wöchentlich 3 Schulturnstunden, so dass also für den obliga- torischen Turnunterricht insgesamt wöchentlich 9 Turnstunden angesetzt sind.
Den Turnunterricht erteilten:.
im Sommer in der Turnklasse I: Brückel, Lehrer am Gymnasium,
„„„„„ II und III: Petry, Lehrer an der Stadtschule,
„ Winter„„. I, II und III: Brückel.
Das Gymnasium besitzt eine eigene, neue, schön eingerichtete, in der Nähe gelegene Turnhalle.
Bei gutem Wetter wurde viel im Freien geturnt, auch wurde für die Unterstufe (III. Turnklasse) sowie für die Mittelstufe(II. Turnklasse) ein Teil der Turnstunde öfter zu Turnspielen verwendet. Diese letzteren, sowie das Turnen im Freien fanden auf dem unmittelbar an der Gymnasial-Turnhalle belegenen, dem Gymnasium ebenfalls überwie- senen freien Platze statt. Leider ist derselbe wegen seiner geringen Breite und ungünstigen Begrenzung zu grösseren Ballspielen nicht geeignet.
Vom Frühjahr bis zum Spätherbst wurde bei gutem Wetter ausserhalb der Schulturnstunden von Schülern:
der unteren Klassen(16 Teilnehmer) wöchentlich durchschnittlich 2.2 Stunden,
„ mittleren„(20 4)„ 7 2.2„
„ oberen„(30 7)„ 7 3.2„ das Turnspiel auf einem nicht weit von der Stadt belegenen und derselben gehörigen Rasenplatze bei freiwilliger Beteiligung und unter selbstgewühlten Spielleitern hauptsäch- lich in Gestalt von Ballspielen gepflegt.
Ausser diesen freiwilligen Turnspiel-Schülervereinigungen besteht unter der Auf- sicht des Gymnasialdirektors noch ein freiwilliger Gymnasial-Turnverein aus 32 Schülern der Klassen Prima bis Obertertia einschliesslich. Derselbe hat ausser den obligatorischen Turnstunden wöchentlich zweimal je eine Stunde den Leibesübungen mit Fleiss obgelegen. Der Gymnasial-Turnlehrer hält Fühlung mit den beiden genannten freiwilligen Schüler- vereinigungen.
Das Königl. Gymnasium besitzt auch eine unmittelbar bei der Gymnasial-Turnhalle gelegene eigene, grosse und schöne Bade- und Schwimmanstalt, auf welcher der Schul. diener Weinbrenner unter Mitwirkung eines ebenfalls im Schwimmen geübten jungen Mannes den Schwimmunterricht leitet und die Aufsicht führt. Unter den Schülern der Anstalt befinden sich 84 Freischwimmer, darunter sind 23 Schüler, welche im verflossenen Betriebsjahre das Schwimmen erlernt haben= 15% der Gesamtzahl der Schüler.
Der Eisspiegel der die Stadt durchfliessenden Lahn bot auch in diesem Winter reichliche Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen, dieselbe wurde von Schülern aller Klassen in ihrer freien Zeit freudig ausgenutzt.


