Jahrgang 
1892
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Unter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Müller.

Religion. a. evangel. Kombiniert mit II1. 2 St. w. Müller.

b. kathol. Kombiniert mit Prima. 2 St. w. Im S. Eberz, im W. Siegel.

Deutsch. S.: Uhlands Herzog Ernst von Schwaben und ausgewählte Gedichte von Schiller. W.: Einzelne Gedichte von Goethe, Herders Cid und Schillers Wilhelm Tell. Memoriert wurden Gedichte von Schiller und Goethe und einiges aus Wilhelm Tell. Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik. Aufsatzlehre. Alle 4 Wochen ein häuslicher Aufsatz, in jedem Semester eine Klassenarbeit. 2 St. w. Menkel.

Themata der deutschen Aufsätze:

1. Charakteristik der handelnden Personen in SchillersBürgschaft. 2. Lebensabend Kaiser Karls V. nach Platens GedichtDer Pilgrim vor St. Just. 3. Die Wirkung des Chors in Schillers Ro- manzeDie Kraniche des Ibykus. 4. Charakteristik der handelnden Personen in SchillersTaucher (Klassenarbeit). 5. Die Bedeutung von Cäsars gallischen Kriegen. 6. Gedankengang in SchillersKlage der Ceres. 7. Cid, ein Musterbild edlen Heldentums. 8. Der Nutzen der Fussreisen. 9. Der Gang der Verhandlungen auf dem Rütli(Klassenarbeit). 10. Was beabsichtigte Schiller in seinemTell mit dem Auftreten des Parricida?

Latein. Prosalektüre: Cic. in Cat.IV. Livius lib. II nach Auswahl, ohne Vorbereitung die Hauptstellen aus lib. XXI.

Grammatik: Repetition und Erweiterung der Syntax nach Ellendt Seyffert. Uber- setzungen aus Süpfles Aufgaben II. Exercitien und Extemporalien wöchentlich abwech- selnd. 6 St. w. Müller.

Dichterlektüre zusammen mit II 1. 2 St. w. Bis Anfang Februar Lange, zuletzt Müller.

Griechisch. Lektüre: Xen. Anab. II III. Hom. Odyss. I- VI, zum Teil nach der Ubersetzung von Voss. 5 St. w.

Grammatik: Das Wichtigste aus der gesamten Syntax im Anschluss an Bei- spiele aus Seyfferts Ubungsbuch, erweitert von v. Bamberg, unter Zugrundelegung der Grammatik von Curtius-v. Hartel. Wöchentlich wechselnd Exercitia und Extemporalia. 2 St. w. Gropius.

Französisch. Lektüre: Dhombres und Monod, Biographies historiques. 1 St. w.

Grammatik: Wortstellung, Tempus- und Moduslehre, Infinitiv, Participien. Alle 3 Wochen ein Exercitium und ein Extemporale oder Diktat. 1 St. w. Weis.

Englisch(fakultativ). Einübung der Laute. Formenlehre und die Hauptstücke der Syntax. Lektüre aus dem Lesebuch von Vietor und Dörr. Auswendiglernen von Prosa- stücken und Gedichten. 2 St. w. Gundlach.

Hebräisch. Elementarlehre und Formenlehre des starken Verbums, des Verbums mit Suffixen und des schwachen Verbums nach Seffer. Übungen im Übersetzen und Re- trovertieren des Gelesenen, sowie im Analysieren nach Seffer. 2 St. w. Lange.

Geschichte und Geographie. Kombiniert mit Obersekunda. 3 St. w. Im S. Heymach, im W. Heidsieck.

Mathematik. Arithmetik: Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Die Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Heis§ 61 67 und 3447. 2 St. w.