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13. Mai 1887. Abschrift eines Ministerial-Erlasses, nach welchem die Lehrersöhne hin- sichtlich der Befreiung vom Schulgelde genau ebenso zu behandeln sind, wie an- dere Schüler. Demgemäss ist die Bewilligung von Schulgeldbefreiungen an Lehrer- söhne, sofern nicht ein besonderer Rechtsanspruch auf diese Befreiung besteht, auf diejenigen Fälle zu beschränken, in denen die Bedürftigkeit und Würdigkeit des betreffenden Schülers nachgewiesen ist, und sind die hiernach vom Schulgelde be- freiten Lehrersöhne in den üblichen und reichlich bemessenen Prozentsatz der Freischüler von zehn vom Hundert mit einzurechnen.
25. Juli 1887. Königliches Provinzial-Schulkollegium übersendet der Anstalt ein Exemplar der Schrift des Dr. Zenker über die totale Sonnenfinsternis vom 19. August v. J., um als Leitfaden für die den Schülern über dieses seltene Naturereignis zu gebende Unterweisung zu dienen.
30. September 1887. Mitteilung, dass im künftigen Jahre zu Melbourne eine internatio- nale Ausstellung, welche auch das ganze Gebiet des Unterrichtswesens umfassen werde, stattfinde.
16. November 1887. Abschrift eines Ministerial-Erlasses, in welchem zur Förderung des von dem Architekten Springer herausgegebenen„Kunsthandbuch für Deutschland, österreich und die Schweiz“ Anzeige von allen vorhandenen, in das Gebiet der Kunst und Kunstgewerbe, sowie der Altertümer einschlagenden Sammlungen ver- langt wird.
23. November 1887. Benachrichtigung, dass der Gesanglehrer Mauck vom 1. April 1888 an das neue staatliche Gymnasium zu Frankfurt a. M. berufen sei.
2. Dezember 1887. Verfügung Königlichen Provinzial-Schulkollegiums in Kassel betreffend die Schüler, welche nach anderthalbjährigem Besuche der Sekunda das Zeugnis der wissenschaftlichen Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienst zu erhalten wünschen, ohne dass ein sofortiger Eintritt in die Obersekunda der An- stalt möglich ist. Dieselben haben sich darüber auszuweisen, dass sie sich nicht nur die Lehraufgabe des ersten, sondern auch die des zweiten Halbjahrs der Unter- sekunda in befriedigender Weise angeeignet haben.
8. Dezember 1887. Abschrift einer Ministerial-Verfügung, durch welche die Anschaffung neuer Schulbänke für die Prima und Sekunda, sowie neuer Zeichenstühle geneh- migt und die Summe von 1635 Mark dafür bewilligt wird.
21. Dezember 1887. Königliches Provinzial-Schulkollegium genehmigt, dass dem zum Pfarrer in Weilburg ernannten Herrn Pfarrer Eberz vom 1. Januar 1888 der katholische Religionsunterricht übertragen werde..
22. Dezember 1887. Verfügung, dass die diesjährigen Osterferien Freitag den 23. März ihren Anfang nehmen und das Schuljahr 1888/89 Dienstag den 10. April eröffnet werden soll..
13. Januar 1888. Der neue Etat(pro 1888/94) wird mitgeteilt. In demselben ist das Schulgeld für die Schüler aller Klassen auf 100 Mark festgesetzt.
31. Januar 1888. Benachrichtigung, dass der Kandidat des höheren Schulamts Emil Niepmann aus Hörde dem hiesigen Gymnasium zur Ableistung seines Probe- jahres überwiesen worden sei.


