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wöchentlich, dagegen in den zwei unterſten ebenfalls in dieſem Gegenſtand combinirten Claſſen mit zwei wöchentlichen Stunden dem am Gymnaſium beſchäftigten Elementar⸗ lehrer Pulch übertragen..
Der wegen ſchweren Leidens ſeit Neujahr 1849 an der Ertheilung des Unter⸗ richts behinderte Prorector Schmidtborn trat, nachdem er in den letzten Wochen des Sommerſemeſters mit einigen Lehrſtunden ohne Nachtheil für ſeine Geſundheit einen Verſuch gemacht hatte, mit Anfang des Winterhalbjahres wieder in volle Thätigkeit.
2. Schülerverhältniſſe.
Nach dem Ergebniß der am 1. März 1849 begonnenen Maturitäaͤtsprü⸗ fung(vergl. Programm vom vorigen Jahr S. 2) wurden am 28. März ſieben Primaner und ein Auswäͤrtiger zur Univerſitäͤt entlaſſen; vier blieben zurück und traten aus dem Gymnaſium.. Zu der Aufnahmeprüfung am 23. April meldeten ſich 27 Aſpiranten und wurden nach Maßgabe der gelieferten Prüfungsergebniſſe Einer der Prima, Einer der Secunda, Drei der Quarta, 1 Zwei der Quinte,. Einer der Sexta, Einer der Septima
zugetheilt; die übrigen 18 bildeten die neue Octava.
Alle wurden am darauf folgenden Tag nebſt einem vom Gelehrten⸗Gymnaſium
zu Wiesbaden hierher übergetretenen Secundaner und einem Quintaner des Pädagogiums zu Dillenburg, bei Eröffnung des Sommerſemeſters durch eine kurze Feier in dem Ver⸗ ſammlungsſaale in die Anſtalt aufgenommen..
Zur Aufnahme in das Gymnaſium mit dem Beginn des Winterſemeſters am 15. October meldeten ſich acht Individuen, nämlich zwei, die bis dahin eine inländiſche öffentliche Gelehrtenſchule beſucht hatten, und ſechs in dieſe Kategorie nicht gehörige. Die Letzteren wurden daher einer Prüfung unterworfen und nach Maßgabe der er⸗ mittelten Befähigung verſchiedenen Claſſen zugetheilt. Von dieſen acht traten zwei in die Tertia, zwei in die Serta, zwei in die Septima und zwei in die Octava.
Durch Regierungserlaß vom 19. November wurde dem Jacob Stein aus Hill⸗
ſcheid, welcher ſeinen Gymnaſialcurſus im Gymnaſium zu Coblenz gehalten und ſich


