Jahrgang 
1849
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gängige Prufung hierher übergetretene Schüler, bei der Eröffnung des Schuljahrs am 10. Mai aufgenommen wurden. Außerdem wurden im Laufe des Jahres noch 9 junge Leute unter Beobachtung der geſetzlichen Beſtimmungen aufgenommen. Ausgetreten ſind im Laufe des Jahres 10 Schüler, geſtorben Einer, der Primaner Theodor Jüngſt von hier, am 14. Auguſt an der Schwindſucht. Im Ganzen betrug die Zahl der Schüler 152, darunter 125 Cvangeliſche, 19 Katholiſche, 8 Ifraeliten,

152 Summa.

um Schluſſe des Schuljahrs beſuchten noch 139 Schüler die Anſtalt.

In die Maturitätsprüfung, welche am 1. März begann, traten außer

einem Auswärtigen, Friedrich Petſch von Langenſchwalbach, 11 Primaner von hier ein. Die Frühlingsprüfung wird den 29. und 30. März gehalten. Die Ferien dauern bis zum 23. April, an welchem Tage die Aufnahmeprüfung ſtatt⸗ findet. Der Sommercurſus beginnt den 24. April, Morgens 7 Uhr, durch alle Claſſen.

*) Hermann Wagner wurde geboren zu Hadamar den 27. October 1824. Durch Privat⸗ unterricht vorbereitet beſuchte er Oſtern 1837 das Pädagogium zu Wiesbaden, ſowie vom Frühling des Jahres 1839 bis 1843 das Gymnaſium zu Weilburg. Oſtern 1843 bezog derſelbe die univerſität zu Goͤttingen, woſelbſt er unter Earl Friedrich Hermann, Schneidewin, Wieſeler, Ritter, Höck, Bohtz, Havemann Philologie und Philoſophie, und unter Stern, Ulrich, Liſting, Hausmann, Wöhler, R. Wagner Naturwiſſenſchaften und Mathematik ſtudirte. Zur Vollendung ſeiner Studien verweilte er hierauf noch ein Jahr, von 1846 bis 1847, auf der Univerſität zu Berlin und bildete ſich unter Böckh und Lachmann und als Mitglied des daſigen philologiſchen Seminars weiter in der Philologie aus. Im Herbſte des Jahres 1847, ſowie im Monat Februar 1848 beſtand er die vorgeſchriebene ſchriftliche und mündliche Prüfung in der Philologie und ward

mit Anfang des Sommerſemeſters 1848 zum Collaborator am Gymnaſium zuWeilburg hoͤchſten Orts ernannt.