Jahrgang 
1928
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Da zu Oſtern 1927 zuſammen 24 Schüler die Anſtalt verließen(Abiturienten und nicht mehr ſchulpflichtige Kinder), mußte die Geſamtſchülerzahl um 11 zurückgehen. Ein Stillſtand im Rückgang der Geſamtſchülerzahl kann erſt dann wieder einkehren, wenn die Zahl der neueintretenden Schüler derjenigen der abgehenden gleichkommt, und das wird vor Oſtern 1920 nicht der Fall ſein können, von Oſtern 1930 an wird wieder an ein Steigen der Ge ſamtſchülerzahl zu denken ſein. Die ſchlechte wirtſchaftliche Lage, das hohe Schulgeld und die während des Krieges auf mehr als die Hälfte der normalen Kinderzahl zurückgegangene Geburtenziffer ſind Faktoren, die ſich zur Zeit noch auf die Schülerzahl auswirken. Für die Schüler ſelbſt iſt es jedoch nur von Borteil, wenn die Klaſſen klein ſind, weil ſich der Lehrer dann viel eingehender mit jedem Kind beſchäftigen kann.

Für die Serta 1928 waren 22 Schüler angemeldet(die Serta 1927 hatte 12 Schüler), leider ſind in zwiſchen 8 hiervon, die nur 3 Grundſchuljahre hinter ſich hatten, trotz Befürwortung durch den Grundſchullehrer

vom Kreisſchulamt abgelehnt worden.

b) Von einer namentlichen Aufführung aller Schüler ſoll in dieſem Jahr aus Druckerſparnisgründen abge ſehen werden.

Aus der Unterſekunda gingen ab Oſtern 1928: 7

Zeit und Klaſſe des 5 5 2 0 4 9 5 Schüters S bur Konf vtrift n die Künftiger Beruf bezw. Des Baters Nr. Name d. Schüters Geburt Konf. Llntins e die Schule des Schülers Beruf Wohnort 1 Baumann Heinrich[29. 3. 136 ev. Oſtern 1923 in V Liebig Oberrealſchule Ffm. Maurerpolier Kilianſtädten 2 Brückmann Karl 2. 12. 12 1922 VI Kaufmann Mühlenbeſitzer Nd. Erlenbach 3 Günther Engelbert 3, 11. 12/kath. 2 7 Kaufmann Städt. Betriebsleiter! Frankfurt a. M. 4 Füller Karl 15. 1. 13! 2 1923 V. Kaufmann Werkmeiſter Vilbel 5 Haring Wilhelminett. 10. 12ev. 8 Kaufmann Schreiner Frankfurt a. M. 6 Heß Elſe 26. 2. 13 noch unbeſt. Muſiker Vilbel 7 Hoffmann Karl 3. 5. 13ffreirel. 1922 VI Oberrealſchule Friedberg Maurer 8 Jung Katharine 14. 4. 13 ev. 2,, Modiſtin Eiſenbahnarbeiter 2 9 Marburger Adolf ſté. 11. 11 1920 VII Chem. Büro Oberwachtmeiſter 7 10 Mehl Auguſte 25. 10. 12kath. 1922 VI Eliſabethenſch. Ffm. Landwirt Nd. Erlenbach 11 Ochs Georg 14. 7. 13 ev.e Bankbeamter Portefeuiller f Vilbel 12 Rupp Heinrich 20. 6. l2ffreirel. 2 Baugewerkſchule Schriftſetzer 2 13 Seitz Auguſte 20. 8. 12 kath., noch unbeſt. Neichsbahnoberſ. 14 Schmidt Margareteſt9. 2. 13 ev. 7. Städt. Handelsſch. Ffm. Zimmerer Gronau 15 Waltz Theodor 10. 10. 12 e, Oberrealſch. Friedberg Landwirt Vilbel 16 Wenzel Friedrich 7. 8. 11 1910 VII Kaufmann Landwirt Gronau

c) Geſundheitliches. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen befriedigend. Ein Schüler mußte allerdings wegen ſchwerer Erkrankung mehrere Monate lang dem Unterricht fernbleiben. Über die Bedeutung der Zahnpflege wurden die Schüler im naturkundlichen Unterricht und in einem beſonderen Vortrag des Unter zeichneten aufgeklärt, den dieſer an Hand der von der Chlorodont-Firma Dresden der Schule überreichten Anſchau⸗ ungsmittel hielt.

Sämtliche Schüler ſind in der Zwangs⸗Unfallverſicherung bei der Nauſſauiſchen Landesbank in Wiesbaden, die Prämie beträgt 70 Pfg. pro Jahr. Die Lehrer und der Hausmeiſter ſind dieſer Verſicherung auch beigetreten, die Prämie für dieſe beträgt 1 RM.