— 4— III. Beamte und Kuratorium.
a) Lehrperſonal: Mit Beginn des Schuljahres 1925 wurde der Rektor der Höheren Bürgerſchule Vilbel, Hans Krämer, als Studienrat an der Aufbauſchule zu Friedberg verſetzt. An ſeine Stelle kam als Rektor der Realſchule i. E. zu Vilbel der Studienrat Dr. Albert Chambré von der Oberrealſchule zu Gießen, der vom Kuratorium als Direktor der Realſchule vorgeſchlagen worden war. Der neue Rektor der Realſchule i. E.(und Direktor der Realſchule) hat nach dem Staatsexamen 1910 ſeine erſtes Probejahr am Gymnaſium zu Gießen, ſein zweites an der Auguſtinerſchule(Gymnaſium und Realſchule) zu Friedberg abgelegt. An der Auguſtinerſchule zu Friedberg wirkte er in ſtaatlicher Verwendung bis Oſtern 1917, gleichzeitig war er 6 Jahre lang in Friedberg als hauptamtlicher Dozent für Mathematik und Phyſik am Technikum angeſtellt. Von 1917—-1920 war er Leiter der Höheren Bürger⸗ ſchule zu Vilbel, von 1920— 1925 Studienrat in Gießen.— Fräulein Studienaſſeſſor Dr. Eliſabeth Frank kam an die Viktoriaſchule zu Darmſtadt, an ihre Stelle trat Fräulein Aſſeſſor Helene Strack. Als Neuphilologen erhielten wir Aſſeſſor Dr. Walter Brauer.— Das Schuljahr 1926 brachte wiederum AÄnderungen im Lehrkörper mit ſich. Dem Studienaſſeſſor Helene Strack wurde vom L. f. B. die Verwaltung einer ſeminariſchen Lehrerſtelle an der Studienanſtalt i. E. in Worms vom 19. 4. 26 ab übertragen. An ihre Stelle kam Studienrat Karl Neukummeter von dem Gymnaſium in Mainz, der am 19. April 1926 zum Studienrat an der Realſchule i. E. zu Vilbel ernannt wurde.— Am 1. Oktober 1926 beging Herr Lehrer Stoll ſein 25⸗jähriges Jubiläum als Lehrer an der Anſtalt. Das Kollegium überbrachte ihm Glückwünſche und überreichte ihm einen Roſenkorb. Der Gemeinderat der Stadt Vilbel ließ dem Jubilar auf Antrag des Bürgermeiſters eine Urkunde überreichen.— Zur Zeit ſetzt ſich das Lehrerkollegium folgendermaßen zuſammen:
Rektor Dr. Albert Chambré, Frankfurterſtr. 1661 Studienrat Karl Neukummeter, Niddaſtr. 39 Studienaſſeſſor Dr. Walter Brauer, Albanusſtr. 4 . Lehrer Julius Rödelſperger, Bergſtr. 32 Lehrer Wilhelm Stoll, Bergſtr. 30
Lehrerin Margarete Fleck, Heinrichſtr. 4
Pfarrer Ernſt Freundlieb, Friedbergerſtr. 6
. Pfarrer Auguſt Schledt, Schulſtr. 8
. Induſtrielehrerin Eliſabeth Schaad, Albanusſtr. 4
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Das Kollegium beteiligte ſich an einer Adreſſe, die von den heſſiſchen Realanſtalten dem aus dem Dienſt geſchiedenen Miniſterialrat Dr. Dorfeld im Herbſt 1926 überreicht wurde.
b) Schuldiener: Hausmeiſter Karl Gilbert Frankfurterſtr. 85. Herr Hausmeiſter Gilbert verſieht den Dienſt an der Volksſchule und an der Realſchule, was durch die enge Nachbarſchaft beider Anſtalten möglich iſt.
Cc) Kuratorium:
1. Bürgermeiſter und Landtagsabg. Bernhard Rechthien, Vorſitzender des Kur., Frankfurterſtr. 621 2. Zimmermeiſter Karl W. Adam Bender, Ritterſtr. 50
3. Geſchäftsführer Franz Bergmann, Beigeordneter, Frankfurterſtr. 39
4. Schornſteinfegermeiſter Edmund Döricht, Gemeinderat, Niddaſtr. 19
5. Gaſtwirt Adam H. Hinkel, Gemeinderat, Frankfurterſtr. 117
6. Stadtoberſekretär Joh. Fr. Kroner, Gemeinderat, Feſtſtr. 30
7. Stadtſekretär Paul Mehlhaſe, Gemeinderat, Friedbergerſtr. 50
8. Kaufmann Franz Reck, Gemeinderat, Frankfurterſtr. 74
9. Schuhmachermeiſter Matthäus Schmidt, Frankfurterſtr. 113
10. Rektor Dr. Albert Chambré Studienrat Frankfurterſtr 166 I.
IV. Der Unterricht.
a) Lehrplan: Mit Beginn des Schuljahres 1926 wurden auf Anordnung der vorgeſetzten Behörde die neuen heſſiſchen Lehrpläne eingeführt. Unſere Sextaner mußten dadurch auch ſchon mit dem franzöſiſchen Sprach⸗ unterricht beginnen. Zwei Klaſſen, VI und V, hatten gleichzeitig franzöſiſchen Anfangsunterricht, ebenſo hatten die Klaſſen Ill a und Ib gleichzeitig Anfangsunterricht in Chemie. Die Lehrer ſtanden dadurch oft vor ſchwierigen Aufgaben, die auch ſonſt durch den Ubergang von den alten Plänen zu den neuen entſtanden. Auch brachten die neuen Lehrpläne den Schülern ſowohl als auch den Lehrern Mehrbelaſtungen gegen früher. An Hand von Sonderlehrplänen, die vom Kollegium auf Grund der amtlichen aufgeſtellt worden waren, wurde der Unterricht eingerichtet. Näheres über die neuen Lehrpläne iſt aus der im Staatsverlag erſchienenen Handausgabe zu erſehen.— Am 22. 1. 27 beſuchte Herr Staatsrat Block unſere Anſtalt und wohnte dem Unterricht in mehreren Klaſſen bei.


