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g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.
Philosophie. Alle Primaner(28). Einführungin die Philosophie an Handvon Goethes Faust.
Französisch. 13 Primaner. V. Hugo Hernani. Französische Zeitungen und Zeitschriften. Kleinere Novellen.
Englisch. Alle Primaner(28). UÜbungen im mündlichen und schriftlichen Ausdruck. Nacherzählungen vorgelesener kurzer englischer Geschichten. Einführung in die Geschichte der englischen Sprache und Dichtung.
Chemie. 15 Unterprimaner. Analytische Ubungen und einfache Reaktionen.
Biologie. 9Oberprimaner. Kleinwelt des Süßwassers. Anatomische Untersuchungen
— und physiologische Versuche betr. die Ernährung der Pflanzen. Deszendenztheorie. Kunstgeschichte. Im Sommer: Italienische Malerei des 15. Jahrhunderts.(15) Im Winter: Europäische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts.(7 Obersekundaner.) Latein. 7 Obersekundaner, 7 Unter- und 7 Oberprimaner. Reichskurzschrift. 3 Lehrgänge unter Leitung des Stud.Rats Kehr. Am Anfängerlehrgang beteiligten sich 39, am Lehrgang für Fortgeschrittene 27, am Fortbildungs- lehrgange 5 Schüler. Im letzteren wurden zum Schluß von allen Teil- nehmern 150 Silben in der Minute geschrieben. Mit dem Studium der Redeschrift ist begonnen worden.
h) Schülerselbstverwaltung u. s. W.
In der Schule bestehen Klassengemeinden und ein Schülerausschuß aus den Ver- trauensschülern der Ol— UII.
Die Primaner wirken bei der Hofaufsicht ständig, bei der Hausaufsicht aushilfsweise mit.
Zur Verwaltung der Schülerbücherei— Ausgabe und Ordnung der Bücher— und der Sammlungen wurden dauernd Schüler herangezogen.
Die aufgabenfreien Nachmittage liegen für jede Klasse am Tage des Spielturnens. 9 Wandertage. Herr Stud.Rat Kehr unternahm mit 13 Schülern und Schülerinnen der UII— Ol in den Sommerrferien eine neuntägige Rheinreise. Fahrt und Wanderung führte über Frankfurt a. M.(Römer, Zoologischer Garten), Wiesbaden, Rheingaugebirge(Schläferskopt, Rauenthal, Kloster Eberbach), Geisenheim, Rüdesheim(Besichtigung einer Weinkellerei, Nationaldenkmal, Hohe Roßel), Aßmannshausen, Oberwesel, St. Goarshausen(Loreley), Braubach(Marksburg), Koblenz, Maria Laach, Linz, Siebengebirge, Bonn nach Köln
(Dom, Stadion). Der Gesundheitszustand der Schüler war befriedigend.
i) Schulgeldsatz, Zahl der Freistellen u. a.
Das Schulgeld beträgt vierteljährlich 50.— RM., das Eintrittsgeld 5.— RM. Durch Beschluß der Lehrerkonferenz wurden 17 ganze und 18 halbe Freistellen an bedürftige und würdige Schüler verteilt. Außerdem haben der Magistrat der Stadt 6 ganze, 3 halbe, 2 viertel Freistellen und der Kreisausschuß 16 halbe Freistellen gewährt, sodaß im Be- richtsjahre im ganzen 23 ganze, 39 halbe, und 2 viertel-Freistellen vergeben werden konnten. 3 Schüler erhielten Erziehungsbeihilfen und 51 Schülerhatten Geschwisterermäßigung.


