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Deutsch: 3 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Schiller: Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans, die Glocke, Balladen von Schiller; Lessing: Minna von Barnhelm; Hauff: Lichtenstein. Die Dichtung der Befreiungskriege; Mitteilungen über das Leben und die Bedeutung der in Betracht kommenden Dichter. Poetik mit besonderer Berücksichtigung des Dramas.— Zu Hause gelesen und im Unterricht besprochen: Kleist, Michael Kohlhaas.— Lesestücke.— Dispositionsübungen.
b. Schriftliche Übungen: Folgende Themata wurden in Aufsätzen behandelt:
1. Land und Leute der Schweiz in Schillers„Wilhelm Tell“.— 2. Was erfahren wir über Tellheims Ver- gangenheit aus den beiden ersten Aufzügen von„Minna von Barnhelm“?— 3. Wodurch zog sich Herzog Ulrich von Württemberg die Unzufriedenheit seiner Untertanen und die Feindschaft des schwäbischen Bundes zu?(nach Hauffs„Lichtenstein“.)— 4. Ferienerlebnisse.— 5. Inhalt von Schillers Gedicht„Kassandra“.— 6. Die Jugend der Jungfrau von Orleans bis zu ihrer Berufung.— 7. a. Der Höhepunkt in der„Jungfrau von Orleans“.— 7. b. Der Gedankengang des Monologs der„Jungfrau von Orleans“ im 4. Hkt.— 8. Freigewähltes Thema.— 9. Der Feierabend.(Schilderung nach Schillers Lied von der Glocke).— 10. Was veranlaßt Michael Kohlhaas, die Burg des Junkers von Tronka zu überfallen?
Heyfelder.
Französisch: 5 Stunden wöchentlich. a. Lektüre:„Au Bruit du Canon“(Moritz Diesterweg).
b. Grammatik: Dubislav und Boek, Sechstes Lehrjahr. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Ederheimer.
Englisch: 4 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Schmidt, Lehrbuch der englischen Sprache. Sprech- übungen im Anschluß an die Lektüre.
b. Grammatik: Syntax des Verbs, Artikels, Substantivs, Adjektivs, Pronomens, Adverbs und der Präpositionen nach Dubislav-Boek 13 a— 32 a, Repetition der Elementargrammatik. Alle 14 Tage eine Hausarbeit oder ein Diktat oder Extemporale. Elschner.
Geschichte: 2 Stunden wöchentlich. Geschichte der Neuzeit vom Regierungsantritte Friedrichs d. G. an. Bürgerkundliche Belehrungen. i. S. Mehmel, i. W. Paul.
Erdkunde: 1 Stunde wöchentlich. Allgemeine Erdkunde. Wiederholungen und Ergänzungen aus der Länderkunde Europas und der deutschen Kolonien. i. S. Mehmel, i. W. Paul.
Mathematik: 5 Stunden wöchentlich. a. Arithmetik: Lehre von den Logarithmen. UÜbungen im Rechnen mit fünfstelligen Logarithmen, schwierigere Gleichungen des 1. Grades mit mehreren Unbekannten, quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten.
b. Planimetrie: Wiederholungen aus dem Gebiete der Planimetrie. Lehre vom goldenen Schnitt. Inhalt und Umfang des Kreises. Konstruktion algebraischer Ausdrücke.
c. Trigonometrie: Anfangsgründe der Goniometrie, Trigonometrie des rechtwinkligen Dreiecks, Berechnung von schiefwinkligen Dreiecken mittels des Sinus- und Kosinussatzes, Mollweidesche Formeln. Tangentensatz. Textaufgaben.
d. Stereometrie: Anleitung zum perspektivischen Zeichnen. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen, Inhalten, Neigungswinkeln. i. S. Himmelmann, i. W. Amelung.


