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Technischer Unterricht.
a. Gesang: 7 Stunden wöchentlich. Der gemischte Chor(V— OI) sang wöchentlich in 3 Stunden. Geübt wurden Choräle, Volks- und Vaterlandslieder, Motetten und größere Kompositionen vater- ländischer Dichtungen mit Begleitung; daneben wurden kurze Bemerkungen über musikalische Formen, musikalische Werke und Komponisten gegeben.
Sexta und Quinta: je 2 Stunden wöchentlich. Einführung in die Notenschrift. Ubungen im Lesen und Schreiben von Noten im Violinschlüssel, die gebräuchlichsten Taktarten, Zähl- und Taktierübungen, Pausen, die gebräuchlichsten dynamischen Zeichen, Musikdiktate, Aufbau der Dur-Tonleitern: C- bis E- und As-dur mit den dazu gehörigen Hauptdreiklängen und Septimenakkorde. Einführung in das Mollgeschlecht. A-, D-, G-, C-, E-, H-moll. Weitere Übung in der Tonbildung, Aussprache und Atmung. Einübung von Chorälen und Volksliedern, letztere wurden zum Teil zweistimmig gesungen. Boley.
b. Turnen: Die Anstalt besuchten im Sommer 321, im Winter 323 Schüler. Von diesen waren befreit: vom Turnunterrichte von einzelnen Ubungs- V überhaupt: V arten:
im S. 25, im W. 27 im S. 7,8%, im W. 8,4%
im S. 2, im W. 2 im S. 0,6%, im W. 0,6%
auf Grund ärztlichen Zeugnisses: also von der Gesamtzahl der Schüler:
Es bestanden bei 9 getrennten Klassen 7 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 31, zur größten 87 Schüler. Jede Abteilung erhielt 3 Stunden wöchentlich.
(Der Turnplatz mit der Turnhalle liegt etwa 3 Minuten von dem Schulgebäude entfernt. Die Turnhalle wird z. Z. außer von den Schülern der Anstalt auch von den Zöglingen der Bürger- Knabenschule und der höheren Mädchenschule sowie von drei Vereinen benutat.)
VI— V. Ordnungsübungen: Aufstellung, Offnen und Schließen der Reiben, Reihungen, Ziehen der Flankenreihen. Freiübungen: Stellungen, Drehungen, Kopfbewegungen, Arm-, Rumpf-, Bein- und Fußübungen, Springen, Gehen, Laufen. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten und UÜbungen mit Holzstäben. Gerätübungen: Langes Schwingseil, Springel, Bock, wagerechte und schräge Leiter, Klettertau und leichte UÜbungen an der Sprossenwand, an Reck und Barren.
Sengstock.
IV wie V; dazu Bilden eines Reihenkörpers aus der einfachen Flankenreihe durch gegengleiche Winkelzüge und Umzüge. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten. UÜbungen an Bock, Pferd und Kasten. Boley.
UIII. Erweiterung der vorigen UÜbungen; Ordnungsübungen in militärischer Form. Freiübungen mit und ohne Belastung der Hände durch Eisenstab oder Hanteln. Boley.
UII und OII. Wiederholung der Ordnungsübungen für OIII. Hochspringen über ein festes Gerät, UÜbungen an kombinierten Geräten. Steinstoßen und Diskuswerfen. Im übrigen Befestigung und Erweiterung des Stoffes der vorigen Stufe.
Der Dauerlauf ist im Freien regelmäßig auf allen Stufen geübt worden, desgleichen ist den sogenannten Haltungs- und Gewandtheitsübungen die nötige Pflege zuteil geworden.


