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Zeichnen: a. Freihandzeichnen(verbindlich): 2 Stunden wöchentlich. Darstellung von Natur- und Kunstformen in den verschiedenartigsten Techniken. Malen von Stilleben und perspektivische Übungen in Innenräumen und im Freien. Skizzieren mit Stift und Pinsel nach Pflanzen, lebenden Tieren und nach dem lebenden, figürlichen Modell. Jäckel.
b. Linearzeichnen(wahlfrei): 2 Stunden wöchentlich. 1. Spezielle darstellendo Geometrie. (Spurpunkte, Spuren der Ebene, Durchdringungen, Schattenlehre).— 2. Angewandte darstellende Geometrie(projektives Darstellen von Geräten, Gebäuden und Gebäudeteilen). Jäckel.
Vorschriftsmäßige Hefte für Obersekunda: Für Deutsch, Französisch, Englisch und die kleinen Ausarbeitungen: Papier 3 a, ohne Linien, Linienblatt mit 14 Linien. Für Mathematik: Papier 3a, ohne Linien, Linienblatt mit 14 Linien und Karos.
Untersekunda. Ordinarius: Professor Stengel, i. V. Littmann.
Religionslehre: a. Ev.: 2 Stunden wöchentlich. Die Lehre Jesu.— Kirchengeschichte von 1648 bis auf die Neuzeit.— Wiederholung des Katechismus.— Wiederholung von Sprüchen, Kirchenliedern und Psalmen. Heyfelder.
b. Kath.: Vereinigt mit Unterprima. Braun.
Deutsch: 3 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Schiller: Wilhelm Tell, die Glocke, Balladen von Schiller; Lessing: Minna von Barnhelm; die Dichtung der Befreiungskriege; Heyse: Colberg; Mitteilungen über das Leben und die Bedeutung der in Betracht kommenden Dichter. Poetik mit besonderer Berücksichtigung des Dramas.— Lesestücke.— Dispositionsübungen.
b. Schriftliche UÜbungen: Folgende Themata wurden in Aufsätzen behandelt: 1. Sänger und Held nach Uhlands„Taillefer“ und„Bertran de Born“.(Hausaufsatz.)— 2. Das preußische Heer im Siebenjährigen Krieg nach„Minna von Barnhelm“.(Klassenaufsatz).— 3. Die Komposition des Schillerschen Liedes von der Glocke.(Hausaufsatz.)— 4. Warum kann der Deutsche auf seinen Rheinstrom stolz sein.(Klassenaufsatz.)— 5. Die Lage KRolbergs und die Stimmung seiner Bewohner bei Gneisenaus Ankunft.(Nach P. Heyses Colberg I. u. II. Hkt.)(Hausaufsatz.)— 6. a.„Wohltätig ist des Feuers Macht.“ (Klassenaufsatz.)— b. Der Anteil der Preußen an den Kämplen des Herbstfeldzuges 1813.(RKlassenaufsatz.) — 7. Vortrag. Episoden aus dem Rriege 1870/71.— 8. Der Kontrast in der ersten Scene in Schillers „Wilhelm Tell“.(Hausaufsatz.)— 9. a. Die drei Begründer des Rütlibundes.(Hausaufsatz.)— b. Wie stellt sich Rudenz das Leben am österreichischen Hofe vor?(Hausaufsatz.)— c. Onkel und Nefſe. Zwei Lebens-
anschauungen.(Hausaulfsatz.) Stengel, i. V. Littmann.
Französisch: 5 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Duruy, histoire de France(Velhagen).
b. Grammatik: Ploetz-Kares C. 70— 79. Repetition von Ploetz 22— 70. Aufsatzübungen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Fischer.
Englisch: 4 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Schmidt, Lehrbuch der englischen Sprache. Sprech- übungen im Anschluß an die Lektüre.


