Jahrgang 
1913
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7 Zeichnen: a. Freihandzeichnen(verbindlich): 2 Stunden wöchentlich. Darstellung von Natur- und Kunstformen in den verschiedenartigsten Techniken. Malen von Stilleben und perspek- tivische Ubungen in Innenräumen und im Freien. Skizzieren mit Stift und Pinsel nach Pflanzen, lebenden Tieren und nach dem lebenden, figürlichen Modell. Jäckel.

b. Linearzeichnen(wahlfrei): 2 Stunden wöchentlich(mit Oberprima zusammen): 1. Spezielle Schattenlehre und Perspektive. 2. Praktische Aufgaben aus dem Gebiet der Schattenlehre und der Perspektive. Jäckel.

Hefte ohne Linien, Papier 3a, Linienblatt 14 Zeilen; in Mathematik außerdem noch Hefte mit Millimetereinteilung(von Joseph Dostall in Eschweiler).

Obersekunda.

Ordinarius: Prof. Stengel, i. W. Vertreter Kand. Littmann.

Religionslehre: a. Ev.: 2 Stunden wöchentlich. Apostelgeschichte. Leben und Wirken des Apostels Paulus. Lektüre der Paulusbriefe in Auswahl. Kirchengeschichte des christlichen Altertums. Wiederholung von Sprüchen, Psalmen, Liedern. Heyfelder.

b. Kath.: Vereinigt mit Unterprima. Braun.

Deutsch: 4 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Homers Ilias(in Auswahl). Sophokles'Antigone. Goethe:Götz von Berlichingen,Egmont,Hermann und Dorothea. Grillparzer:Das goldene Vlies. Otto Ludwig:Die Makkabäer,Der Erbförster. Schiller: Kulturhistorische Gedichte. Lesestücke.

b. Schriftliche UÜbungen. Folgende Themata wurden in Aufsätzen behandelt:

1. Not entwickelt Krafſt. 2. Agamemnon und Kchill im 1. Gesang der Ilias.(Klassenaufsatz.) 3. Der Ackerbau als Grundlage der Kultur(nach Schillers GedichtDas eleusische Fest.) 4. Die Verdienste des Themistokles und Hristides um Kthen.(Klassenaufsatz.) 5. Gedankengang desVerschleierten Bildes von Sais. 6. Wie stellt sich Egmont zu den religiösen und politischen Verhältnissen seiner Zeit?(nach Goethes Egmont.) 7. Der Höhe- und Wendepunkt in denArgonauten.

Außerdem häufigere kleine Ausarbeitungen im Anschluß an die Lektüre. Heyfelder.

Französisch: 4 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Choix de nouvelles modernes. A travers Paris. Molière: L'Avare.

b. Grammatik: Wiederholung, Erweiterung und Vertiefung im Anschluß an Ploetz-Kares. Alle 14 Tage abwechselnd ein Aufsatz oder Diktat.

c. Sprechübungen im Anschluß an Harnisch-Duchesne und an die Lektüre. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt.

d. Aufsätze: 1. La mdre Sauvage. 2. Chez le vieux bibliothécaire. 3. La partie de billard. 4. Monsieur Boinville. (Klassenaufsatz.) 5. Le Louvre. 6. Résumé du premier acte de l'Kvare. 7. Harpagon et sa famille.

(Klassenaufsatz.) 8. L'hôtel des Invalides. RKreiten.