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Technischer Unterricht.
a. Gesang: 6 Stunden wöchentlich in 3 Abteilungen. Die oberste Abteilung(V— OI) hatte wöchenllich 2 Chorstunden. Geübt wurden Choräle, Motetten, Vaterlands- und Volkslieder, besonders Lieder von Mendelssohn-Bartholdy, sowie einige größere Kompositionen vaterländischer Dichtungen.
Sexta und Quinta: je 2 Stunden wöchentlich. Einführung in die Notenkenntnis. Übungen im Lesen und Schreiben von Noten im Violinschlüssel, die gebräuchlichsten Dur-Tonleitern(C- bis A- und Es-dur) mit den dazu gehörigen Hauptdreiklängen. In der Sexta basierten die Übungen auf der Ton wortmethode von C. Eitz. Einübung von Chorälen und Volksliedern. Boley.
b. Turnen: Die Anstalt besuchten im Sommer 303, im Winter 291 Schüler. Von diesen waren befreit: 3 vom Turnunterrichte von einzelnen Ubungs- überhaupt: arten:
auf Grund ärztlichen Zeugnisses: also von der Gesamtzahl der Schüler:
im S. 31, im W. 28
im S. 11, im W. 10 im S. 10,2%, im W. 9,7% im S§. 3,6%, i. W. 3,5%
Es bestanden bei 9 getrennten Klassen 5 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 33, zur größten 76 Schüler. Jede Abteilung erhielt 3 Stunden wöchentlich,
(Der Turnplatz mit der Turnhalle liegt etwa 3 Minuten von dem Schulgebäude entfernt Die Turnhalle wird z. Z. außer von den Schülern der Anstalt auch von den Zöglingen der Bürger- Knabenschule und der höheren Mädchenschule sowie von einem Turnvereine benutzt.)
VI—V Ordnungsübungen: Aufstellung, Offnen und Schließen der Reihen, Reihungen, Ziehen der Flankenreihen. Freiübungen: Stellungen, Drehungen, Kopfbewegungen, Arm-, Rumpf-, Bein- und Fußübungen, Springen, Gehen, Laufen. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten und UÜbungen mit Holzstäben. Gerätübungen: Langes Schwingseil, Springel, wagerechte und schräge Leiter, Klettertau und leichte Hang- und Stützübungen am Reck und Barren, sowie an den Ringen. Sengstock.
IV wie VI; dazu Bilden eines Reihenkörpers aus der einfachen Flankenreihe durch gegengleiche Winkelzüge und Umzüge. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten. Ubungen am Bock, Pferd und Kasten, Sturmlauf und Sprungbrettspringen. Boley.
UIII— O III Erweiterung der vorigen UÜbungen; dazu Umbilden der Reihen durch Drehungen im Marsch(Achteldrehung, Vierteldrehung, halbe Drehung), Schwenkungen. Freiübungen meist mit Belastung der Hände durch Eisenstab oder Hanteln, Stabspringen.
UII— OII Wiederholung der Ordnungsübungen für OIII, dazu Ordnungsübungen in militärischer Form. Hochspringen über ein festes Gerät, UÜbungen an kombinierten Geräten. Im übrigen Befestigung und Erweiterung des Stoffes der vorigen Stufe.
Der Dauerlauf ist im Freien regelmäßig auf allen Stufen geübt worden.
Spiele: Im Sommer ist etwa ½ der für das Turnen bestimmten Zeit auf die Pflege von Turnspielen verwendet worden. Sengstock.


