12 Deutsch: 3 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Gelesen und erklärt wurden Abschnitte aus Homers Odyssee und mehrere Balladen von Schiller, außerdem Körners Zriny! Im Anschluß an die Lektüre die Elemente der Metrik und Poetik, sowie Mitteilungen über das Leben der in Betracht kommenden Dichter.
b. Grammatik: Wortbildungslehre, Repetition der Satzlehre nach Gurckes Schulgrammatik.
c. Schriftliche UÜbungen: Folgende Themata wurden in Aufsätzen behandelt:
a) Sommer-Semester. 1. Pallas Athene in der Götterversammlung und auf Ithaka.— 2. Das Leben auf dem Bahnhofe.(Klassenaufsatz.)— 3. Meine Mußestunden.— 4. Wie ich mit meinem Besuche einen Tag in Schmal- kalden verbringe.(Klassenaufsatz.)— b) Winter-Semester. 5. Das Leben auf der Landstraße.— 6. Leiden eines Dorfes im Dreißigjährigen Kriege.(Klassenaufsatz.)— 7. Die Mörder des Ibykus.— 8. Ein Bauernhof meiner Heimat.— 9. Welchen Empfang bereitet Zriny den Türken?(Klassenaufsatz.)
i. S. Stabenow, i. W. Stengel.
Französisch: 6 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Erckmann-Chatrian, Histoire d'un Conscrit de 1813.
b. Grammatik: Ploetz, Sprachlehre und Übungsbuch, Ausgabe C., Lekt. 49— 67. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Stengel.
Englisch: 4 Stunden wöchentlich. a. Lektüre: Schmidt, Lehrbuch der englischen Sprache XXVI XXIX, XXXII, XXXIV—-XXXIX, LVII. Mündliche und schriftliche Übungen im Anschluß an das Gelesene. Dubislav-Boek, Lese- und Ubungsbuch der englischen Sprache, Abschnitt 1 A.— 12 A; 1 B.— 12 B. Einige Gedichte wurden gelernt.
b. Grammatik: Infinitiv, Accusativ mit Infinitiv, Nominativ mit Infinitiv, Gerundium, Partizip, Tempora und Modi, Hilfsverba. Die Formenlehre wurde wiederholt und ergänzt. Dubislav-Boek. § 74—107. Elschner.
Geschichte: 2 Stunden wöchentlich. Geschichte vom Ausgange des Mittelalters bis zum Regierungs- antritte Friedrichs d. Gr. Wiederholung des Pensums der U III. i. S. Stabenow, i. W. Stengel.
Erdkunde: 2 Stunden wöchentlich. Landeskunde des deutschen Reiches. Die deutschen Kolonien. Kartenskizzen. Kreiten.
Mathematik: 5 Stunden wöchentlich. a. Arithmetik: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division ein- und mehrgliederiger Größen mit Brüchen; schwierigere Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten, Textgleichungen und Proportionen. Lehre von den Potenzen und Wurzeln. Einfache quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten.
b. Planimetrie: Lehre von der Inhaltsgleichheit der Figuren. Verwandlungsaufgaben. Proportionalität am Strahlenbüschel. Khnlichkeitslehre. Konstruktionsaufgaben. Schmidt.
Naturwissenschaften: a. Naturgeschichte: 2 Stunden wöchentlich. In- und ausländische Nutzpflanzen; Formenlehre, Biologie, Systematik der Pflanzen. Niedere Tiere: Krebse, Würmer, Weichtiere, Stachelhäuter, Pflanzentiere, Urtiere; UÜberblick über das Tierreich. Geographische Verbreitung der Pflanzen und Tiere. Schenk.
b. Physik: 2 Stunden wöchentlich. Mechanische Erscheinungen, einschließlich der Hydrostatik und Aerostatik, Wärmelehre. Schmidt.


