—— 2. Chemie: 2 Stunden wöchentlich(fak.). Chemische Propädeutik: Die wichtigsten Metalloide und Metalle. Das Wichtigste aus der Chemie des praktischen Lebens. Dr. Schotten.
Zeichnen: 2 Stunden wöchentlich. Freihandzeichnen: Gips-Ornamente griechischen und römischen Stils, Zeichnen bezw. Malen nach Stillleben. Zeichnen von modernen Ornamenten. Das Wich- tigste aus der Stillehre.(Die kunstgeschichtlichen Belehrungen über Säulenordnungen wurden gelegentlich gegeben) Geom. Zeichnen: Projektion eines Prisma in verschiedenen Lagen. Perspektivische Darstellung eines Obelisken. Köpke.
Obertertia.
Ordinarius: Wassermeier.
Religionslehre: 2 Stunden wöchentlich. Das Reich Gottes im Alten Testamente. Lesen ent- sprechender Abschnitte. Wiederholung des Katechismus und der Sprüche, sowie der gelernten Lieder und Einprägung von 3 neuen. Belehrungen über das Kirchenjahr und die Bedeutung der gottesdienstlichen Ordnungen. Weidemann.
Deutsch: 2 Stunden wöchentlich. Lesen und Erklären von Homers Odyssee, der Glocke und mehrerer Balladen von Schiller. Im Anschlusse an die Lektüre die Elemente der Rhetorik und Metrik. Alle 4 Wochen ein Aufsatz; alle 14 Tage wurde aufserdem unter Leitung der Fachlehrer ab- wechselnd in den einzelnen Fächern eine Übungsarbeit geschrieben. Wassermeier.
Lateinisch: 7 Stunden wöchentlich. a. Lektüre(4 St.): Caesaris comm. de bello Gallico II, III, VI, VII mit Auswahl. Ovids Metamorphosen, Auswahl aus B. I und III. b. Grammatik(3 St.). Wiederholung und Vervollständigung der Kasuslehre; Tempuslehre, consecutio temporum und Moduslehre. Mündliche Ubersetzungsübungen nach Beck, U'bungsbuch fär Tertia und Sekunda. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Wassermeier.
Griechisch: 6 Stunden wöchentlich., a Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der regel- mäſsigen Formenlehre des attischen Dialektes. Die Verba in uα% und die wichtigsten unregel- mäſsigen Verba(nach Franke-Bamberg, griechische Formenlehre). Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschlusse an Gelesenes; ebenso mündliche und schriftliche übersetzungsübungen. Alle 14 Tage eine Reinschrift. b. Lektüre: Xen. Anab. I, II, III und IV zum Teil.
Wassermeier.
Französisch: Realgymn.-Abt. 5 Stunden, Gymn.-Abt. 3 Stunden wöchentlich. Lektüre 2 Stunden wöchentlich: gelesen wurde Erckmann-Chatrian, Hist. d'un Conscrit(Ausg. v. Ufer), C. I—IV. XIII. Retroversion und Besprechen des Gelesenen in frz. Sprache(fällt bei den Gymnasiasten weg). Grammatik 3 Stunden wöchentlich: Plötz, Schulgramm., L. 1— 36. Wöchentlich eine schrift- liche Arbeit. Stengel.
Englisch: 6 Stunden wöchentlich. Gelesen aus Lüdeckings engl. Lesebuch I. Sprechübungen im Anschlufs an das Gelesene. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt. Wöchentlich eine schrifcliche Arbeit. Simon.
Geschicehte: 2 Stunden wöchentlich. Geschichte der Neuzeit bis zum Regierungsantritte Friedrichs des Groſsen. Wiederholung der deutschen Geschichte bis zum Ausgange des Mittelalters. Wassermeier.


