Folgende Jahresarbeifen wurden angefertigt: 1. Der Kreisel und seine Anwendung. (Cöster.) 2. Das Varenholzer Schloß im Rahmen der Weserrenaissance.(Hachmeister.) 5. Jo- hann Christoph Friedrich Bach und seine Familie.(Hey.) 4. Die Technik in der Literatur, dar-— gestellt an ausgewählten Beispielen.(Horstmann.) 5. Frankfurt und Weimar. Das Werden der beiden Verfassungen und ein Vergleich derselben.(Möwes.) 6. Die Photographie, dargestellt nach eigenen Erfahrungen und Versuchen.(Wille.)
D Die Einrichfung des künsflerischen und fechnischen Untferrichis.
a) Im Zeichen-Unferrichf wurde besonders Wert auf freies Gestalten nach dem Ge— dächtnis gelegt. Die Schüler wurden angehalten, Stoffe aus dem Deutsch-Unterricht, der Re— ligion und den naturkundlichen Fächern zu illustrieren. Insbesondere wurde ihre Phantasie angeregt, indem sie Stimmungsbilder aus der Natur wiederzugeben hatten, und zwar wurden die Bilder nach Rinteln und UImgebung bezw. dem Heimatort der Schüler verlegt.— Im Som- mer wurden nach Möglichkeit Studien nach der Natur im Freien gemacht. Diese Niederschläge wurden z. T. im Winter in den mittleren und oberen Klassen in Linolschnitte umgearbeitet. Einige Schüler versuchten sich auch in der Radierung(Kaltnadelarbeit). Gelegentlich wurden Studien nach dem lebenden Tier gemacht.
In der Kunstbetrachtung wurden— soweit es die Zeit erlaubte— die einzelnen Kunstepochen unter Berücksichtigung der wichtigsten Kunstwerke behandelt und durch Licht-— bilder und gute Reproduktionen veranschaulicht.— Die Oberstufe wurde in die Technik der graphischen Künste eingeführt.
Im wahlfreien Werkunterricht beschäftigten sich die Anfänger mit Papierkleben, leichter Papparbeit und Heften kleiner Notizbücher. Fortgeschrittene banden Bücher und ar- beiteten kleine Holzkästchen; auch die Technik des Linolschnittes wurde geübt.— Die Um— randungen der Einladungen zu der Musikalischen Abendunterhaltung und die Erinnerungs-— blätter für die Sieger im Gerätewettkampf wurden entworfen und vervielfältigt.
b) Musik: Die Klassen VI und V hatten wöchentlich 2 Stunden Musikunterricht. Ge- sungen wurden ein- und zweistimmige Lieder sowie Kanons. Die V mußte außerdem die Ober-— stimmen des Gesamtchors stellen, ein Versuch, der sich im ganzen bewährt hat; die theore-— tische Unterweisung mufte deshalb für diese Klasse etwas eingeschränkt werden.— Der Musikunterricht der Klassen IV— Ol, für den 2 Wochenstunden zur Verfügung standen (erste Abteilung IVV— Olll, zweite UII— Ol), litt immer noch unter dem schon im vorjährigen Bericht erwähnten Mangel unzureichender bezw. zu verschiedenarfiger musikalischer Vorbildung der Schüler. Ein von den Schülern nach Art eines Rechenstabes gefertigtes Modell erleichterte die Einführung in die Kenntnis der Tonarten. Auch einiges aus der Akkordlehre konnte be— handelt werden. Im letzten Vierteljahr wurde das Leben hervorragender Musiker behandelt und zwar: Bach, Händel, Gluck, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert.— Der vierstimmige Chor übte Lieder und Gesänge von Hasler, Bach, Mozart, Flemming, Beethoven, Schubert.
Das Streichorchester bestand im Schuljahr 1927/8 aus sechs ersten und sechs zweiten Geigen, vier Bratschen, einem Cello. Dazu kamen bei Aufführungen eine Geige, Cello und Contrabaß hinzu. Cello und Contrabaß wurden von Fachmusikern gespielt. In wöchent-— lich 2 Stunden wurden Werke von Händel und Bach eingeübt. Das Schülerorchester hat sich an verschiedenen Veranstaltungen des Gymnasiums, so u. a. an der Verfassungsfeier, der


