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Gespielt wurde im Sommer und zum Teil auch im Winter auf dem Steinanger vor der Stadt. Während der ungünstigen Jahreszeit wurden Uebungsmärsche in die Umgegend von Rinteln gemacht, einzelne Klassen spielten auf dem Kollegienplatze. Mit Genehmigung des Prov. Schulkoll. wurden 21 Schüler, die zu weit von Rinteln oder von ihrer Bahn- station entfernt wohnen, während der Wintermonate von der Teilnahme an den Spielen befreit. Die Durchführung der Turnspiele während der Wintermonate stieß, namentlich bei un- günstigem Wetter, auf Schwierigkeiten. Anstatt der Spiele Turnen anzusetzen, scheiterte an der Unzulänglichkeit der Räume. Die Turnhalle erwies sich als viel zu klein. Um einen geregelten Turn- und Spielunterricht durchzuführen, müßte entweder die Turnhalle erheblich vergrößert oder eine verdeckte Halle gebaut werden.
3. Bericht über die Lehrer. a) Die Veränderungen im Lehrkörper.
Zu Beginn des neuen Schuljahres trat Studienassessor Herzog in das Lehrerkollegium ein; er verwaltete die Stelle des in den einstweiligen Ruhestand versetzten Studienrats Brandes.
Da die Zeichenlehrerstelle nicht neu besetzt werden konnte, so wurde Zeichenlehrer Gündel mit der Weiterführung des Unterrichts beauftragt.
Vom 16. Mai ab erteilte Seminaroberlehrer Schaller den Musikunterricht, den bis dahin Kammervirtuos von Fossard gegeben hatte.
Am 31. Mai trat Studiendirektor Dr. Peters auf Grund der Personalabbauverordnung in den einstweiligen Ruhestand. Die Stellvertretung wurde dem dienstältesten Studienrat Dr. Schmidt übertragen.
Am 5. August übernahm Studiendirektor Dr. Hoernecke“ die Leitung der Anstalt.
* Willy Hoernecke, geb. 15. September 1886 in Kroppenstedt(Kreis Oschersleben a. B.), besuchte das Dom- gymnasium zu Halberstadt, studierte Deutsch, Geschichte und Latein in Halle a./S. und Berlin, promovierte im Juli 1908 zum Dr. phil. mit einer Arbeit über das Thema:„Albrecht I. und die Kurfürsten“ und bestand im Mai 1900 das Staats- examen. Zur Ableistung des Seminarjahres wurde er dem Gymnasium zu Stendal, als cand. prob. der Klosterschule (Gymnasium in Roßleben überwiesen. Am 1. Oktober 1911 trat er eine Oberlehrerstelle am städtischen Realgymnasium I zu Cassel an. Neben seiner unterrichtlichen Tätigkeit wurde er an dieser Anstalt zur Ausbildung der Referendare herau- gezogen und übernahm schließlich die Leitung des mit der Anstalt verbundenen Pädagogischen Seminars. Am 2. Juli 1924 wurde er vom Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung auf Vorschlag des Provinzialschulkollegiums zum Studiendirektor einer staatlichen höheren Lehranstalt ernannt; als solchem wurde ihm die Leitung des Gymnasiums in Rinteln mit Wirkung vom 1. Juli ab übertragen.
Mit Schluß des Schuljahres schieden aus dem Lehrerkollegium aus: Studienassessor Hellmuth, der an die Oberrealschule in Hanau versetzt wurde, und Seminarmusiklehrer Schaller, der zum Musiklehrer an den städtischen Schulen von Bünde(Westf.) gewählt wurde.
b)— c) Dem Lehrerausschuß gehörten an die Studienräte Dr. Schmidt, Rüschen und Stück.


