Singen:
1) Einſtimmiges Melodieenbuch für die evang. Schulen des Großherzogtums Heſſen. Heraus⸗ gegeben von dem ev. Kirchengeſangverein für Heſſen(die evang. Schüler in Vorſch. a b u. Kl. 6—1);
2) Liederſammlung für Knaben⸗ und Müädchenſchulen von Reinig nnd Stahl, I. Heft (Vorſch. u. Kl. 6);
3) Heft II dieſer Sammlung(Kl. 5— 1);
4) Liederſtrauß für Schülerturnfahrten von W. Schurig(Kl. 5—1).
II. Die Lehrer der Kealſchule und die Verteilung der Unterrichtsgegenſtände unter dieſelben.
Im verfloſſenen Schuljahre blieb erfreulicherweiſe das Lehrerkollegium in ſeiner alten Zuſammenſetzung. Acceſſiſt Dr. P. Dittmar beendigte ſein Probejahr mit Schluß des Sommer⸗ halbjahres, nachdem er kurz vorher mit der Inaugural⸗Diſſertation:„Das Büſchel von Kegel⸗ ſchnitten, das ein Ebenenbüſchel aus einem Kegel II. Ordnung ausſcheidet“, die philoſophiſche Doktorwürde an der Univerſität Gießen erlangt hatte. Wir ſagen ihm bei dieſer Gelegenheit unſeren aufrichtigen Dank für die liebenswürdige Bereitwilligkeit, mit der er die Vertretung er⸗ krankter und zu militäriſchen Übungen eingezogener Kollegen übernahm. Unſere beſten Wünſche begleiten ihn bei ſeiner weiteren amtlichen Thätigkeit. Vom 5. April bis 17. Juni be⸗ teiligte ſich Kollege Nehrbaß an dem Inſtruktionskurſus für Turnlehrer in Darmſtadt. Durch miniſterielle Verfügung vom 5. Juli 1888 wurde derſelbe zum definitiven Lehrer an unſerer Schule ernannt. Am 30. Mai verließen uns die Kollegen Heil und Dr. Ledroit, um eine achtwöchige militäriſche Ubung mitzumachen. Zu ihrer Vertretung beſtimmte Großh. Miniſterium den Acceſſiſten Dr. Ph. Brückel aus Offenbach, der im Februar 1887 in Gießen die Lehrfähigkeit in Mathematik, Phyſik und Mineralogie erworben hatte.
Ende Oktober ſchied der jüdiſche Religionslehrer Jacob Bähr aus dem Kolleg, um eine Religionslehrerſtelle in Mainz zu übernehmen. Erfreulicherweiſe brauchte der moſ. Religions⸗ unterricht keine Unterbrechung zu erleiden, da es dem jüdiſchen Gemeindevorſtand gelungen war, in dem Lehrer Löb Strauß tüchtigen Erſatz zu ſchaffen. Derſelbe iſt geboren am 15. Juni 1861 zu Groß⸗Krotzenburg, wurde für das Lehreramt ausgebildet in dem israelitiſchen Seminar zu Kaſſel und durch Examen vor der Prüfungskommiſſion dieſer Anſtalt am 5. September 1883 als Lehrer licenziert.
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