I. Zum Unterricht.
Dem Unterricht liegen die Lehrpläne für die höheren Schulen im Volksſtaate Heſſen, Schulweſen Heft IIIa Nr. 77
Entwurf Darmſtadt 1925, Staatsverlag, zu Grunde. Übergangsbeſtimmungen ſind durch Sonderlehrpläne, ſoweit nötig, feſtgelegt.
Die Angaben(hier beſchränken ſich auf eine Zuſammenſtellung der deutſchen Aufſatzüberſchriften ſowie des deutſchen
und fremdſprachigen Leſeſtoffs in den Klaſſen la—IIb.
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A. Rufſatzüberſchriften. Deutſch.
1. Welche Aenderungen in der Darſtellung der geſchichtlichen Ereigniſſe finden wir in Goethes Egmont, und wie laſſen ſie ſich begründen? 2. a) Warum iſt es leichter dem Toten gerecht zu werden als dem Lebenden? b) Hat der Staat ein Recht an uns? 3. Ueber Völkerbund und Pazifismus. 4. Schuld und Sühne in Goethes Fauſt I. 5. Grillparzers „Ahnfrau“ und Schillers„Braut von Meſſina“, ein Vergleich; Schickſals⸗ oder Charaktertragödien. 6. a) Schule und Leben; b) Das Zwieſpältige in Fauſtens Charakter; c) Was bedeuten die Worte Freiheit, Gleichheit und Brüder⸗ lichkeit in einer Demokratie? d) Heute ſchöpft der Dichter kühn aus dem wirklichen Leben ſchaurige Wahrheit. Ach, nicht die Märchen allein ſind der Zweck der Kunſt, auch was er wirklich ſieht, ſchildert der Dichter, dann erwirbt er ſich der Menſchen Gunſt(Prüfungsarbeiten).
1. Worin kann uns Schiller als Menſch vorbildlich ſein? 2. a) Schillers Gedanken über die Entwicklung der Kultur (Im Anſchluß an das Gedicht„Der Spaziergang“); b) Dichtung und Dichter(Auf Grund von 4 behandelten Gedichten Schillers). 3. a) Welche Perſönlichkeiten und Ereigniſſe ſtehen zur Zeit im Brennpunkt der allgemeinen Beachtung? b) Was kann unſern Glauben an Deutſchlands Zukunft ſtärken, was ſteht dem entgegen? 4. a) Vom Weſen der Romantik; b) Das Rechtsgefühl des Erbförſters in Otto Ludwigs Drama„Der Erbförſter“. 5. a) Erwägungen und Erwartungen bei der Wahl meines Berufs; b) Was bedeuten mir Freundſchaft und Kameradſchaft? 6. a) Welche Erſcheinungen geben unſrer Zeit das Gepräge? b) Das Verhältnis zwiſchen Staat und Einzelweſen in Hebbels „Agnes Bernauer“; c) Bismarcks Bündnispolitik; d) Nennt Schiller mit Recht das Leben feindlich?(Prüfungsaufſätze).
1. Hans Sachs. 2. Charakterſtudie über eine Geſtalt aus dem Leben. 3. Selbſtgewähltes Thema. 4. a) Klopſtock und Wieland, eine vergleichende Betrachtung; b) Der Herbſt und ſeine Sprache. 5. a) Leſſing als Kritiker; b) Beſprechung einer Theateraufführung, eines Films oder eines geleſenen Buches. 6. a) Kloſterbruder und Patriarch in Leſſings Nathan; b) Welche Tat in Leſſings Nathan ſteht ſittlich am höchſten? 7. Leipzig und Straßburg, zwei Stufen in der Entwicklung Goethes.
1. Wie ſchildert Goethe in ſeinem Egmont das niederländiſche Volk? 2. a) Der tragiſche Konflikt in Sophokles Antigone; b) Zahlungsmittel und Zahlungsverkehr im heutigen Deutſchland. 3. Warum entwickelten ſich unſre großen Städte dort, wo ſie liegen? 4. Die Menſchen der franzöſiſchen Revolution. 5. Die Verdienſte Leſſings um das deutſche Drama. 6. a) Jobſt in G. Kellers Novelle„Die drei gerechten Kammacher“; b) Die wirtſchaftliche Ver⸗ flechtung Deutſchlands mit dem Ausland. 7. Die Stein⸗ und Hardenbergiſchen Reformen.
1. Das Gotiſche und die Bibelüberſetzung des Ulfilas. 2. Das Waltharilied. 3. Die Hinweiſe auf künftige Ereigniſſe in den drei erſten Abenteuern des Nibelungenlieds und ihre Erläuterung. 4. Inwiefern iſt das Nibelungenlied ein Lied der Treue, und wie verhält ſich die Nibelungentreue zur gegenwärtigen Anſchauung? 5. Architektur in Offenbach. 6. Minne⸗ und Meiſtergeſang. 7. Die Anſichten Gottſcheds und der Schweizer über die Dichtkunſt und ihr literariſcher Streit. 8. Klopſtock.
1. Eine Fahrt im Luftſchiff. 2.„Denn die Elemente haſſen das Gebild der Menſchenhand“. 3. Freigewähltes Thema. 4. Offenbacher Bauformen in den letzten drei Jahrhunderten. 5. Der Held in Wilhelm Raabes Novelle„Die ſchwarze Galeere“. 6. Winterſport. 7. Die Geſtalt der Nibelungenſage in Henrik Ibſens Drama„Die Nordiſche Heerfahrt“.
1. Die Glocke in ihren mannigfaltigen Beziehungen zum menſchlichen Leben. 2. Die Begründer des Rütlibundes in Schillers Schauſpiel„Wilhelm Tell“. 3. Was ich in meinen Sommerferien erlebte. 4. Welche Mittel wendet Schiller an, um Tell nicht als Meuchelmörder erſcheinen zu laſſen? 5. Deutſchlands Zuſammenbruch im Herbſt 1918 und ſeine Folgen. 6. Hektors Tod. 7. Was erfahren wir aus den beiden erſten Geſängen von„Hermann und Dorothea“ über Ort, Zeit und Perſonen der Handlung? 8. Die Beſitzung des Löwenwirts in Goethes„Hermann und Dorothea“.
1. Der Guß einer Glocke. 2. Warum nimmt Achilles am Kampf gegen die Troer nicht mehr teil? 3. Die Rütli⸗ Szene. 4. Was veranlaßt Tell, Geßler zu töten? 5. Die Entſtehungsgeſchichte der ſchwarzen Galeere. 6. Die Belagerung von Antwerpen 1584— 85(Hausaufſatz). 7. a) Die Jugend Hermanns; b) Frankfurt, die nahe Großſtadt. 8. a) Hermann und Dorothea am Brunnen; b) Mein zukünftiger Beruf; c) Das Länderſpiel Deutſchland⸗Italien.


