Jahrgang 
1925
Einzelbild herunterladen

1

des Deutſchtums im Ausland, rief zur Pflege des Gemeinſchaftsgefühls aller Deutſchen und zu tat⸗ kräftiger Hhilfe auf. Die Schulſammlung, die im Anſchluß an dieſen Mahnruf veranſtaltet wurde, ergab die Summe von Mk. 937.30. Am 25. Februar beſuchte hHerr Heichenlehrer Müller mit der la das Offenbacher heimatmuſeum. Am folgenden Tag hielt herr Thelen einen feſſelnden Vortrag über Caucherkunſt und Tiefſeeforſchung mit Vorzeigen von Präparaten.

Die Trauerfeier aus Anlaß der Beiſetzung des erſten Reichspräſidenten der deutſchen Republik fand am 5. März ſtatt, wobei der Direktor der Anſtalt das Bild des Coten als eines Mannes zeichnete, der aus kleinen Verhältniſſen zur höchſten Würde des neuen Reichs berufen es verſtanden hat, durch Unparteilichkeit, Gerechtigkeit, Verſtändnis, ſtaatsmänniſches Geſchick, Takt und höchſte Pflichterfüllung, die Geſchicke des deutſchen Volkes in ſchwerſten Zeiten ſicher und zielbewußt einem allmählichen Aufſtieg entgegen zu führen. herr Zeichenlehrer Müller beſuchte am 9. März mit der lla das Städelſche Kunſtinſtitut. Am 12. März fand unter dem Vorſitz des hHerrn Miniſterialrat Dr. Dorfeld die mündliche Reifeprüfung ſtatt; 13 Abiturienten beſtanden, davon 6 unter Befreiung von der mündlichen Prüfung. Um die Verbindung mit dem Elternhaus enger zu geſtalten und zur Auffriſchung der Schüler⸗ bücherei wurde vom Lehrkörper auf Anregung des Studienrats Beck die Abhaltung einer Vortragsreihe beſchloſſen, welche die heimat zum Mittelpunkt hatte, und die von Muſikſtücken des Schülerorcheſters eingeleitet wurde. Die Vorträge fanden am 21. Januar, 4. und 18. Februar, 4. und 18. März ſtatt. herr Studienrat Schuſter ſprach überVolk und Scholle, hHerr Beck über dieEntwicklung unſerer heimatlichen Pflanzenwelt, herr Bell überVolk und Kunſt, Hherr Müller überdie Uunſt und unſere Jugend und herr Grimm überdie Grundlagen der Radiotelephonie. Die am Saaleingang geſammelten freiwilligen Spenden erbrachten Mk. 142. Am 19. März fand unter dem Vorſitz des herrn Miniſterialrats Dr. Dorfeld eine Reifeprüfung für Nichtſchüler ſtatt, bei der 1 Herr beſtand. Schulſpaziergänge wurden am 19. Auguſt, 6. November, 17. Dezember, 22. Januar, 24. Februar und 19. März unternommen. Der Tagesausflug am 25. Mai führte die oberen und mittleren Klaſſen in den Speſſart, den ſüdlichen Odenwald und Vogelsberg, die unteren in die nähere Umgebung(UPilbel, Dreieichenhain, Neu⸗Iſenburg). hitzfrei wurde am 21. und 22. Mai und 27. und 30. Juni gegeben.

Der Geſundheitszuſtand von Lehrern und Schülern war im Schuljahr zufriedenſtellend. Die Einrichtung des Schularztes, mit deſſen Obliegenheiten der Stadtſchularzt Dr. Dimmenauer betraut wurde, übte einen ſegensreichen Einfluß aus. Die Unterſuchungen fanden in der Regel allmonatlich ſtatt. Eingehend unter Zugrundelegung von Geſundheitsbogen wurden die beiden Sexten unterſucht.

Vom Schulgebäude wurde in den Sommerferien der 2. Stock neu hergerichtet, darunter Sing⸗ und Heichenſaal. Ein Teil dieſer Räume erhielt auch elektriſches Licht. An der Außenſeite des Gebäudes wurde der Name der Schule durch Ergänzung der Buchſtaben A. St. richtig geſtellt. Endlich wurde im Gebäude wie in der Turnhalle die alte mit der hand zu bedienende Schelle durch ein automatiſch wirkendes, an die elektriſche Leitung angeſchloſſenes Uhr⸗ und Läutewerk erſetzt. Zur Erweiterung des Schulgebäudes iſt ein neuer Plan, Verlängerung der vorſpringenden Süd⸗ und Nordflügel bis zur Grenz⸗ mauer, der eine Vermehrung um 6 große Räume brächte, ausgearbeitet worden. Der Plan, der nebſt Innenausſtattung der Räume 145 000 Mark erfordert, muß zurückgeſtellt werden, bis die Stadtverwaltung über die nötigen Mittel verfügt.

Das Schuljahr ſchloß am 28. März mit einer Schülerzahl von 665.

æA=