Jahrgang 
1913
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8. Vorschule. l. Klasse(3. Schuljahr).

Religion: 2 Stdn. w. nach allgemeinem Lehrplan.

Deutsch: 9. Stdn. w.

a) Lesen: Anstossfreies und sinagemässes Lesen mit guter Betonung. Fortgesetzte Ubungen zum Zweck einer verständnisvollen Auffassung und Wiedergabe der gelesenen Stücke.

b) Rechtschreibung: Vorläuflger Abschluss in der deutschen Rechtschreibung,

c) Grammatik: Die Begriffswörter und ihre Veränderungen, besonders Steigerung, Doklination und Aktiv des Verbums. Der einfache Satz.

Reohnen: 5 Stdn. w. Das unbegrenzte Zahlengebiet mit der Einschränkung, dass im Kopfrechnen nur Gewandt- heit im Zahlenkreise bis 200 zu erzielen ist.

Helmatkunde: 2 Stdn. w. Zanächst lernen die Schüler die Stadt und ihre nähere Umgebung kennen. Historisch denkwürdige Punkte, hervorragende Bauten, der Main u. s. w., geben Veranlassung zu Erzählungen aus der Sage und der Geschichte, sowie zu kurzen Nitteilungen über Staatseinrichtungen, Offenbacher Industrie u. dergl. Übersichtliche Behandlung des Grosshorzogtuns Hassen. Einfache geo- graphische Grundbegriffe werden entwickelt, und das Kartenverständais wird angebahnt.

Schreiben: 3 Stdn. w. Fortgesetzte Übungen in deutscher Schrift. Lateiniszhe Schrift.

Singen: 1 Stde. w.

Turnen: 2 Stdn. w.

2. Klasse(2. Schuljahr).

Religlon: 2 Stdn. w. nach allgemeinem Lehrplan. Deutsoch: 10 Stdn. w. a) Lesen: Eczielung erhöhter Lesefertigkeit. Beständige Gewöhnung an richtige Betonung. Wieder- gabe des Gelesenen. Fortgesetzte Anschauungs- und Sprechübungen im Anschluss an die Leseéstücke unter Benutzung der vorhandenen Bilder. b) Rechtschreibung: Wörter mit Konsonantenhäufung. Dehnung und Schärfung. c) Grammatik: Silbentrennung und Lautlehre. Unterscheidung von Haupt-, Eigenschafts-, und Zeit- wort. Wortbildung. Steigerung und die 3 Hauptzeiten: Präsens, Imperfekt und Futurum. Rechnen: 5 Stdn. w. Zahlenkreis von 1 100. Das kleine Einmaleins und Teilen durch einziffrige Zahlen mit und ohne Rest. Addition und Subtraktion bis 1000 innerhalb der Hunderter. Schreiben: 2 Stdn. w. Deutsche Schrift in genetischer Folge nach der Schreibschwierigkeit. Singen und Turnen: je zwei Halbstunden wöchentlich.

3. Klasse(1. Schuljahr).

Religion: 2 Stdn. w. nach allgemeinem Lehrplan. Deutsoh: 10 Stdn. w.

a) Lesen: Uater Anwendung der Schreiblesemethode wird ein lautrichtiges, lanzsames Lesen deutscher und lateinischer Druckschrift erzielt. Gute Betonung wird angestrebt, und einfache Auskunft über das Gelesene wird verlangt. Anschauungs- und Sprechübungen an Gegenständen aus der Umgebung des Kindes, später im Anschluss an die Lesestücke der Fibel möglichst mit Unterstützung durch bildliche Darstellungen.

b) Schreiben: Im Auschluss an die Fibel werden die Focmen des kleinen uad grossen deutschen Alphabetes eingeübt.

c) Rechtschreibung: Der Wortschatz der Fibel wird nach Massgabe des Schreibleseunterrichts ver- arbeitet. Einfache Wörter lauttreuer Schreibung ohne Konsonantenhäufung werden zu Diktaten zusammengestellt.

d) Grammatik: Vorübungen für den grammatischen Unterricht.

Rechnen: 5 Stdn. w. Zahlenkreis von 1 20; Addition und Subtraktion bis 100 innerhalb der Zehner. Turnen: 2 Halbstunden wöchentlich.