Jahrgang 
1912
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Der Hilfsschuldiener Leonhard Kiefer legte am 20. September 1911 infolge seiner Wahl zum Schuldiener an der Mädchenmittelschule dahier sein Amt nieder; an seine Stelle trat der Heizer Johann Baptist Haas.

Am 6. November 1911 wohnte Herr Prälat D. Dr. Flöring und am 10. November 1911 Herr Geh. Oberschulrat Nodnagel dem Unterrichte des Herrn Pfarrassistenten Krämer bei.

Prüfungen fanden im laufenden Schuljahre nicht statt, da bei der Trennung der Oberrealschule für dieses Jahr von der Einrichtung einer Oberprima an unserer Anstalt abgesehen wurde. Dagegen ist im Staatshaushaltsplane für Rj. 1912 eine weitere Ober- lehrerstellegsvorgesehen, um die fehlende Oberprima einrichten zu können.

Am Geburtstage Sr. Kgl. Hoheit des Grossherzogs sprach Herr Professor Kromm überLudwig IV. und am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers sprach Herr Oberlehrer Will überDeutsch-französische Beziehungen im Laufe der Jahrhunderte.

Der Tagesausflug wurde am 1. September 1911 ausgeführt. Die ungewöhnliche Hitze im vergangenen Sommer brachte eine empfindliche Störung des Unterrichtsbetriebes.

Auch in diesem Jahre wurdent Ruderübungen unter Leitung des Herrn Dr. Rill betrieben. Der Schwimmverein veranstaltete wieder ein Wettschwimmen, bei dem es unserer Mannschaft gelang, den Wanderpreis zu gewinnen.

Der unter Leitung des Herrn Dr. Rill stehende Verein für Schülerwander- ungen hat auch in diesem Jahre eine grosse Zahl von Ausflügen veranstaltet.

Nebenzdem eifrig übenden SchülerstenographenvereinGabelsberger hat sich im laufenden Schuljahre auch ein Verein nachStolze-Schrey gebildet. Beide Vereine können sich rühmen, auf verschiedenen Verbandsfesten anerkennenswerte Leistungen im Wett- schreiben erzielt zu haben.

Zu Beginn des Schuljahres wurde ein neues Schülerabortgebäude in Benutzung genommen, das die Stadt mit einem Kostenaufwand von 17500 Mk. erbaut hat. Bei Neu- einrichtung des Schulhauses machten sich weitergehende Anforderungen geltend. Auch hierfür wurden von der Stadt die Mittel bereitwilligst zur Verfügung gestellt. Wir wollen darum nicht verfehlen, der gesamten Stadtverwaltung auch an dieser Stelle den ver- bindlichsten Dank der Schule auszusprechen.