Am 28. Juni 1024 beſuchten die Klaſſen OIl bis 4 den Eskimo⸗Filmvortrag Manuk in der hieſigen Goetheſchule. Herr Ernſt Scheel, Forſchungsreiſender aus Wismar, hielt den Schülerinnen am 531. Oktober 1924 einen Vortrag über Arabien..
Am 22. und 23. September 1924 beging die Eleonorenſchule(höhere Mädchenſchule) zu Worms die Feier des 50 jährigen Beſtehens. Da eine perſönliche Vertretung unſerer Schule nicht möglich war, überſandten wir eine von hHerrn Zeichenlehrer Broderſen kunſtvoll geſtaltete Glückwunſchurkunde folgenden Wortlauts:
„Der Eleonorenſchule zu Worms a. Rh. ſendet zur Feier ihres 50 jährigen Beſtehens die ältere heſſiſche Schweſter am Mainesſtrand die herzlichſten Glück- und Segenswünſche. Möge es der Jubilarin beſchieden ſein, in dem nach Krieg und Not ſich wieder erhebenden Vaterlande ihre edle Aufgabe, die weibliche Jugend der altberühmten Stadt der Mibelungen zu echtem und wahrem Menſchentum zu erziehen und heranzubilden, auch ferner in Uraft und Treue zu erfüllen.
Direktion und Lehrkörper der Höheren Mädchenſchule Offenbach a. M.“
An den vom Landesamt zur Beratung der neuen Lehrpläne und Stundentafeln nach Darmſtadt für den 20. Oktober und 10. November 1924 anberaumten Sitzungen der Direktoren der höheren Mädchen⸗ ſchulen nahm der Unterzeichnete teil.
Die Gedächtnisfeier zu Ehren der im Weltkriege Gefallenen fand am 22. November 1924 in der üblichen Weiſe ſtatt. Redner: Herr Studienrat Grundberger.
herrn Julius Uieffer, Lehrer an der Schule am Franzöſiſchen Gäßchen, der im 48. Lebens⸗ jahre nach langem Siechtum verſchieden war, gaben wir am 17. Dezember das letzte Geleite. Er hatte von Oſtern 1906 bis Oſtern 1921 an der höheren Mädchenſchule gewirkt und ſich Achtung und Liebe bei uns erworben. Den Gefühlen des Schmerzes um den zu früh Heimgerufenen gab der Unterzeichnete Ausdruck, indem er im Namen des Lehrkörpers einen Kranz an der Bahre niederlegte.
Auch unſere diesjährige öffentliche Weihnachtsfeier am 18. und 19. Dezember, die im weſentlichen muſikaliſche Leiſtungen der Schülerinnen darbot, war ſtark beſucht. Ihr Reinertrag floß in die Kaſſe der Schulgemeinde des Oberlyzeums(Studienanſtalt). Da die hHeizanlage im Nebengebäude Geleits⸗ ſtraße 9a ſchadhaft geworden war, mußten die dortigen Klaſſen bis zur Wiederherſtellung vom 12. Januar bis 11. Februar 1925 unter Einſchränkung des Stundenplans behelfsmäßig als Wanderklaſſen im Hauptgebäude untergebracht werden. Am 21. Februar 1925 hörten die Alaſſen Oll bis 3 in der Turnhalle der Oberrealſchule am Friedrichsplatz einen Vortrag über das Auslandsdeutſchtum, den Herr Studienaſſeſſor Dr. Bell aus Caſſel als Wanderredner des Vereins für das Deutſchtum im Ausland hielt. Es ließ ſich ermöglichen, daß auch die Klaſſen des Nebengebäudes 6c, 6d, 7 a und 7b während der 5. Vormittagsſtunde den gleichen Vortrag in der Turnhalle des Gymnaſiums beſuchten. Das Ergebnis der Sammlung betrug RM. 1317.60.
Das Ruratorium hielt am 6. Juni 1924 eine Sitzung. Seine Mitglieder waren im laufenden Schuljahre: 1. Herr Oberbürgermeiſter Granzin, Verſitzender, 2. der Unterzeichnete, 3. Frau Julie hHheräus, Stadtverordnete, 4. Herr G. Kaul, Stadtverordneter, 5. Herr Dr. h. Müller, Ober⸗ ſtudiendirektor des Gymnaſiums.
Während der Sommerferien wurde im 2. und 3. Stock des hauptgebäudes elektriſches Licht eingerichtet, ſodaß jetzt alle RKäume des Hauſes dieſe Beleuchtung haben. Der Stadtverwaltung danken wir beſtens für dieſe äußerſt ſchätzenswerte Vervollkommnung.
Aus Anlaß des Ablebens des Herrn Reichspräſidenten Friedrich Sbert am 28. Februar 1925 veranſtalteten wir am Tage ſeiner Beiſetzung in heidelberg(5. März) die von der vorgeſetzten Behörde angeordnete Schulgedächtnisfeier, wobei der Unterzeichnete die Rede hielt.
Im Laufe des Jahres beſuchten 4 b Mainz(Röm⸗Germ. und Gutenberg⸗Muſeum)(12. Dezember) und Wiesbaden(Kurhaus), die Saalburg und das Homburger Schloß(4. Februar 1025) zuſammen mit 3c, la die kunſtgeſchichtlichen Denkmäler in Mainz, la und 1b das Schloß und das Bernardſtift in Offenbach, Oll und la die Ausſtellung der hieſigen Jugendſtube, la und 1b das hieſige Gaswerk, OIl und 1b das Landesmuſeum in Darmſtadt(11. November 1924). Ferner beſichtigten namentlich die oberen Klaſſen die Sehenswürdigkeiten der benachbarten Stadt Frankfurt a. M.: Goethehaus und Goethemuſeum, Römer, Zoologiſcher Garten, Völkermuſeum, hiſtoriſches und Senckenbergiſches Muſeum,


