das hieſige Städtiſche Gaswerk und am 9. März das Elektrizitätswerk beſichtigen, wofür den Direktionen dieſer beiden Anſtalten beſtens gedankt ſei.
8. Sammlungen. Unſere Lehrmittelſammlungen erfuhren in dieſem Jahre manche wertvolle Be⸗ reicherung. Vor allem konnten wir für den biologiſchen Lehrſaal ein Epidiaſkop erwerben, das uns auch für den Unterricht in der Kunſtanſchauung gute Dienſte leiſtet, ſowie für die phyſikaliſche Sammlung ein Fern⸗ rohr beſchaffen. Einem dringenden Bedürfnis entſprach die am Ende des Schuljahres ermöglichte Anſchaffung eines neuen Flügels als Erſatz für den bisherigen, der nach ſahrzehntelanger Benutzung den Erforderniſſen des Muſikunterrichts nicht mehr entſprach.
An Geſchenken erhielten wir von Herrn Profeſſor Johannes Lippmann in Lichtenberg eine Anzahl Reproduktionen ſeiner Gemälde, von der Direktion des Städtiſchen Gas⸗ und Waſſer⸗ werks eine Sammlung der wichtigſten Erzeugniſſe der Gasfabrikation ſowie 2 Lehrmitteltafeln mit bildlichen Darſtellungen der Verbrennungsvorgänge des Leuchtgaſes, von Herrn Direktor Brauweiler 300 Anſichts⸗ karten des Deutſchen Oſtbundes, von Herrn Auguſt Eichhorn ein Horniſſen⸗Neſt und den Baſt eines Reh⸗ bocks, von dem Quintaner Philipp Aſchoff einen Karton, der die Entwicklung der Baumwolle und ihre Verarbeitung zur Darſtellung bringt, ſowie ein Hirſchgeweih und 2 Rehgehörne, von dem Quintaner Her⸗ mann Storcksdieck einige Stücke Solnhofer Schiefer mit Abdrücken. Für alle dieſe Spenden ſei den freundlichen Gebern herzlicher Dank ausgeſprochen.
Unſerer Bücherei wurde von dem Miniſterium für Kultus und Bildungsweſen, der Zentral— ſtelle für die Landesſtatiſtik, der Zentralſtelle zur Förderung der Volksbildung und Jugend⸗ pflege, Herrn Facharzt Dr. Willy Pullmann ſowie einer Reihe von Verlagsbuchhandlungen eine größere Zahl von Büchern und Broſchüren überwieſen. Auch für alle dieſe Geſchenke ſagen wir unſeren beſten Dank.
9. Schulgebäude. Auch im abgelaufenen Schuljahr wurde unſere Turnhalle von der Knabenſchule an der Straße der Republik für ihren Turnunterricht mitbenutzt. Außerdem wurden Turnhalle und Singſaal verſchiedenen Vereinen für ihre Zwecke vorübergehend oder während des ganzen Jahres überlaſſen. Das Sitzungszimmer ſtellten wir, wie bisher, der hieſigen Ortsgruppe des heſſiſchen Philologenvereins für ihre Sitzungen zur Verfügung. Am 18. Februar hielten die Fachgruppen der Mathematiker und Biologen der heſſiſchen Oberrealſchulen in mehreren Räumen der Anſtalt ihre Beratungen ab. Der Stadtverwaltung über⸗ ließen wir am 13. November einige Räume für die Wahl zum heſſiſchen Landtag.
Dem Heſſiſchen Hochbauamt Offenbach ſind wir für ſein Entgegenkommen hinſichtlich der Inſtandhaltung des Schulgebäudes zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Außer anderen Räumen wurde namentlich der phyſi⸗ kaliſche Lehrſaal mit Nebenräumen ſowie der biologiſche Lehrſaal nebſt Vorbereitungszimmer im Anſtrich erneuert, auch wurde der letztere mit Gas⸗ und Waſſerleitung ſowie einer Soffitten⸗Beleuchtung verſehen.
Eine größere Herſtellung wurde gegen Ende des Schulſahres in der Turnhalle zur Beſeitigung ſchad⸗ hafter Stellen an den unter dem Fußboden liegenden Waſſerleitungs⸗ und Heizungsrohren nötig. Im Schul⸗ hof mußte ein Teil der ſeit Erbauung des Gebäudes zu ſtattlicher Größe herangewachſenen Ulmen gefällt werden, da ſie von der Ulmenkrankheit befallen waren.
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