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naſium je den 1. Sieg und damit die hierfür geſtifteten beiden Wanderplaketten; im Mannſchaftsdrei⸗ kampf für Anaben unter 14 Jahren fiel uns der 3. Sieg zu. Einzelſieger blieben von unſern älteren Schü⸗ lern Heinrich Streb lb an 3. Stelle, von den jüngeren Schülern hans Förder IIlb an 2., Mar huber Ilb an 5. Stelle. Endlich beteiligte ſich das Gymnaſium an dem von dem Sportverein Offenbach auf ſeinem Sportplatz im Oktober 1925 veranſtalteten Staffellauf(4 mal 100 Meter⸗Staffel) um den von der hieſigen Vereinigung ehemaliger Oberrealſchüler geſtifteten Wanderpreis. Unſere aus den Prima⸗ nern Walter Lenhardt, Peter Geiberger, heinrich Streb und Walter Zabolitzky beſtehende Mannſchaft errang auch hier den Sieg und den in einem Pokal beſtehenden Wanderpreis, der damit dem Gymnaſium zum zweitenmal zugefallen iſt. Um die Durchführung der Wettkämpfe hat ſich als Vertreter unſerer Anſtalt im Sportausſchuß der Lehrerſchaft Herr Studienrat Schlierbach beſonders verdient gemacht.
7. Schulfeiern und ſonſtige beſondere Veranſtaltungen. Die 5 regelmäßig wiederkehren, den Schulfeiern hielten wir in der bisher üblichen Weiſe ab. Das Schuljahr begannen wir am 21. April mit einer ſchlichten Eröffnungsfeier im Kreiſe der Schule, die durch Choralgeſang eingeleitet und abgeſchloſſen wurde, und in der außer dem Direktor auch Herr Profeſſor Hartmann eine Anſprache an die Schüler richtete und mit einem Gebet ſchloß. Auch den Jugendfeiertag begingen wir nur im Mreiſe der Lehrer und Schüler am 24. Mai in unſerer Turnhalle durch eine Veranſtaltung die der An⸗ ordnung der Schulbehörde entſprechend zu einer Jahrtauſendfeier des Rheinlandes geſtaltet wurde. Die Feſtrede des Herrn Profeſſor Becker über die geſchichtliche Bedeutung der Rheinlandfeier wurde um⸗ rahmt von zwei durch den Chor vorgetragenen Rheinliedern, worauf hHerr Profeſſor Becker in Lichtbildern die ſchönſten und bedeutſamſten Punkte der Rheinlande vorzeigte und der gemeinſame Geſang des deutſchen Tiedes die Feier abſchloß. Die Derfaſſungsfeier ſollte am 11. Auguſt in Verbindung mit den ört⸗ lichen Schul⸗Wettkämpfen auf dem Sportplatz auf dem Bieberer Berg ſtattfinden und außer Muſikvor⸗ trägen und Chören Maſſenfreiübungen der Anaben und einen Maſſenreigen der Mädchen bringen; den Mittelpunkt ſollte die Anſprache des hHerrn Stadtſchulrat Seibert bilden. Das Gymnaſium hatte be⸗ ſchloſſen, unter Verzicht auf eine Sonderfeier an dieſer allgemeinen Veranſtaltung teilzunehmen und marſchierte daher um ¼l 8 Uhr in geſchloſſenem Zug zu dem Sportplatz auf dem Bieberer Berg. Leider mußte die Feier wegen des Regens nach der Anſprache des Herrn Stadtſchulrat Seibert und dem Geſang des deutſchen Liedes abgebrochen werden. Bei der am 21. November ſtattfindenden Totengedenkfeier hielt Herr Profeſſor Schwarzſchild die Gedächtnisrede, die von Choralgeſang umrahmt wurde. Die ſeit einer Reihe von Jahren eingeführte öffentliche Schlußfeier des Schuljahres fand unter zahlreicher Be⸗ teiligung der Eltern und Angehörigen der Schüler am Machmittag des 26. März ſtatt und endigte, wie üblich, mit der Entlaſſung der Abiturienten durch den Direktor und dem vom Chor geſungenen Komitat von Mendelsſohn⸗Bartholdy.— Eine andere Feier veranſtalteten wir, der Weiſung der Schulbehörde ent⸗ ſprechend, zum Gedächtnis des 50. Todestages von Ferdinand Freiligrath. Die Feier, die mit Rückſicht auf die am 18. März ſtattfindende Reifeprüfung auf den 22. März gelegt werden mußte, vereinigte Lehrer und Schüler aller Klaſſen in unſerer Turnhalle, wo nach einer Gedächtnisrede des Herrn Stu⸗ dienrat Fiſcher eine Anzahl von Gedichten Freiligraths von Schülern der verſchiedenen Klaſſen vorgetragen wurden.
Von ſonſtigen Veranſtaltungen beſuchten unſere Schüler aller Klaſſen, teils am 15., teils am 16. Auguſt in den letzten Unterrichtsſtunden die Vorführung von Aärntner Volksliedern und Volks⸗ tänzen, die auf Veranlaſſung des Vereins für das Deutſchtum im Ausland durch eine Kärntnertruppe unter Leitung des rühmlich bekannten Schriftſtellers Profeſſor J. F. Perkonig aus Klagenfurt in der Turnhalle in der Goetheſtraße dargeboten wurde, und die vor allem auch durch die aus perſönlichem
Erleben fließende packende Anſprache dieſes hochverdienten Führers des Kärntner Volkstums trefflich geeignet war, in den jugendlichen herzen das Gefühl der Zuſammengehsörigkeit mit den deutſchen Volks⸗
genoſſen in Oeſterreich zu kräftigen. Am 4. Dezember verwandten wir die 3 letzten Stunden dazu, um


