Schulnachrichten. 1. Übersicht über den behandelten Lehrstoff.
Dem Unterrichte lagen die amtlichen Lehrpläne für die Gymnasien(Darmstadt, Buch-
handlung des Grossh. Staatsverlags 1893) uad die Realschulen(ebendas. 1900), bezw. die Oberrealschulen zu Grunde. Wir beschränken uns auf die Angabe des Lesestoffes und der Themata der deutschen Aufsätze in den oberen Klassen.
Ia Ib II a II b
Ia
I b
II a
II b
A. Gymnasium.
I. Deutsch.
a. Lesestoff.
Auswahl aus Goethes und Schillers Gedankenlyrik. Schillers Braut von Messina und Wallenstein. Goethes Dichtung und Wahrheit(Auswahl), Iphigenie und Tasso. Klopstocks Oden und Messias(Auswahl). Lessings Minna von Barnhelm, Nathan der Weise. Hamburgische Dramaturgie(Auswahl) und Laokoon(Auswahl).
Nibelungenlied und Walthers von der Vogelweide Lieder in der Ursprache(Auswahl). Schillers Jungfrau von Orleans. Goethes Hermann und Dorothea.
Schillers Balladen in Auswahl, Lied von der Glocke und Wilhelm Tell. Herders Cid.
b. Aufsätze.
Die Persönlichkeit des Demosthenes nach der ersten olynthischen Rede.— Feuerbachs Iphigenie in der Beleuchtung der Goetheschen Iphigenie.— Wallensteins Bild nach dem Lager und den Piccolomini J und II, 1.— Steht uns Hektor oder Achilleus menschlich näher?— Durch welche Gründe verleitet die Gräſin Terzky Wallenstein zum Abfall?— Die Feier des Sedanfestes. Eine Rede.— Welche Anklünge an Sophokles„König Odipus“ ſinden sich in Schillers„Braut von Messina“?— Goethes Verhältnis zu Gott nach seinen Gedichten.— Ist König Odipus nach der Darstellung des Sophokles selbst an seinem Schicksal schuld?—
Aufbau und Inhalt der Ode von Klopstock„Die Frühlingsfeier“.— Wieso kann man die männlichen Charaktere in Lessings„Minna von Barnhelm“ in zwei Klassen einteilen? — LZur Wahl: l. Rechas Errettung und ihre verschiedenartige Auffassung im 1. und 2. Auf- tritt von„Nathan der Weise“. 2. Nathans Auseinandersetzung über Wunder.— Zur Wabl: 1. Charakteristik des Klosterbruders(Nathan d. W.) 2. Der Klosterbruder in schwieriger Lage(Nathan d. W. I, 5).— Das Kaisertum Karls des Grossen.— Der Schuss des Pandaros, ein poetisches Gemälde.— Stadt- und Landleben(Für die Behand- lungsweise zur Wahl: Abhandlung, Erzählung, Briefwechsel oder Dialog).— In welcher Weise sucht Odysseus den Achilleus umzustimmen?—
Die Athener, die Retter der griechischen Freiheit(nach Herodot VII, 139).— Warum wählten die Griechen die Stellung bei Thnermopylä?(nach Herodot).— Sinn und Berech- tigung des Ausspruchs des Tritantaichmes bei Ilerodot VIII, 26: IIanat etc.
Die Lage Karls VII. beim Auftreten der Jungfrau von Orleans(nach Schiller).— Rede Hannibals an seine Soldaten nach Livius 21, 30.— Vorgeschichte des dem Nibelungen- liede zu Grunde liegenden Sagenstoffes.— Hermanns Erlebnis im Nachbarhause(Hermann und Dorothea, Terpsichore).— Erst wägen, dann wagen.
Die Lage der Griechen nach der Schlacht bei Kunaxa.— Alexanders Redekunst, nach- gewiesen aus seiner Ansprache bei Issus.— Cid unter Ferdinand dem Grossen.— Charakter des Don Sancho.— Wie versteht es Xenophon, die Bedeutung der Schwierig- keiten der Lage am Zapflusse abzuschwächen?— Die Bedeutung des 1. Auftrittes von Schillers Tell.— Der Bund der drei Männer in Fürsts Hause.— Gedankengang von Tells Selbstgespräch.— Segen der Einführung des Ackerbaues.—


