B. Bericht über das Schuljahr 1913/14.
1. Schulanfang. Das Schuljahr begann Donnerstag, den 10. April 1913, früh 8 Uhr.
Der Vormittagsunterricht begann um 8 Uhr, der Nachmittagsunterricht um 2 Uhr 20 Minuten.
2. Prüfungen. Vom 4. bis 7. März 1913 wurde die schriftliche und am 3., 4., 5., 8. und 9. April die mündliche Osterprüfung unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Oberschulrates Block abgehalten. 48 Schüler wurden für bestanden erklärt und erhielten das Zeugnis über die wissen- schaftliche Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst. Ein Schüler hatte sich schon vor- her den Berechtigungsschein vor der Großh. Prüfungskommission in Darmstadt erworben.
Die mündliche Herbstprüfung fand am 2. und 3. Dezember 1913 statt, nachdem die schrift- liche vom 17. bis 20. November vorausgegangen war. 12 Zöglinge erhielten das Zeugnis der Reife. Zwei Schüler hatten sich schon vorher vor der Kgl. Prüfungskommission in Frankfurt den Berech- tigungsschein erworben.
3. Inspektion der Schule. Am 15. Oktober 1913 und am 6. Februar 1914 beehrte Herr Geh. Oberschulrat Block die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Unterricht in mehreren Klassen bei.
4. Zeugnisse. Hauptzeugnisse wurden vor Beginn der Herbst-, Weihnachts- und Osterferien ausgestellt; außerdem erhielten die Schüler Ende Juni, Mitte November und Mitte Februar noch' Monatszeugnisse.
5. Organisation der Schule. U. II., O. III. und U. III. waren in drei Abteilungen geglie- dert. Die dritten Klassen wurden in Deutsch. Französisch, Englisch und Mathematik allein, in den übrigen Fächern mit den Parallelklassen kombiniert unterrichtet.
Die Commissionäre, d. h. diejenigen Schüler, die über das schulpflichtige Alter hinaus sind und die nicht in der Anstalt, sondern vor einer Prüfungskommission dieBerechtigung zum einjährigen Militärdienst erlangen wollen, waren in diesem Schuljahre der U. II. 3. bezw. der O. III. 1. angegliedert. Sie erhielten außer dem Klassenunterrichte besondere Stunden in Deutsch, Geschichte, Erdkunde und Physik.
Sing- und Zeichensaal. Inneres der Turnhalle.
6. Schulfeiern. An den vaterländischen Festtagen war schulfrei, nachdem zuvor in den einzelnen Klassen auf die Bedeutung dieser Tage hingewiesen worden war. Am 16. Juni 1913 wurde zur Feier des 25jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers in unserer neuen Turnhalle ein größerer Festakt abgehalten, zu dem auch die Angehörigen unserer Schüler, Freunde der Anstalt und ehemalige Schüler sehr zahlreich erschienen waren. Im Mittelpunkte dieser Feier stand die Auf-— führung eines Schülerfestspiels von Schönfelder und Egidi„Die Huldigung der Stände“, die reichen
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