Jahrgang 
1913
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II. Jahresseschichte der Anstalt.

1. Schulanfang. Das Schuljahr begann Dienstag, den 16. April 1912, früh 8 Uhr.

Der Vormittagsunterricht begann um 8 Uhr, der Nachmittags- unterricht um 2 Uhr 20 Minuten.

2. Prüfungen. Am 27., 28., 29. Februar und 1. März 1912 wurde die schriftliche und am 20, 21., 25., 26. und 27. März die mündliche Osterprüfung unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Ober- schulrates Block abgehalten. 40 Schüler wurden für bestanden erklärt und erhielten das Zeugnis über die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst. Ein Schüler hatte sich schon vorher den Berechtigungsschein vor der Großh. Prüfungskommission in Darmstadt erworben.

Die mündliche Herbstprüfung fand am 10. Dezember 1912 statt, nachdem die schriftliche vom 19. bis 22. November voraus- gegangen war. 10 Zöglinge erhielten das Zeugnis der Reife.

3. Inspektion der Schule. Am 18. Oktober 1912 beehrte Herr Geh. Oberschulrat Block die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Unterricht in mehreren Klassen bei.

4. Zeugnisse. Hauptzeugnisse wurden vor Beginn der Herbst-, Weihnachts- und Osterferien ausgestellt; außerdem er- hielten die Schüler Ende Juni, Mitte November und Mitte Februar noch Monatszeugnisse.

5. Organisation der Schule. Die im Herbst 1911 errichtete O. III. 3. wurde im Schuljahre 1912/13 entsprechend als U. II. 3. weiter geführt. Herbst 1912 wurde von den beiden Obertertien und Untertertien je eine dritte Klasse abgegliedert, die in Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik allein, in den übrigen Fächern teils mit O. III. 1., teils mit O. III. 2., beziehungsweise mit U. III. 1. und U. III. 2. kombiniert unterrichtet wurde.

Die Commissionäre, d. h. diejenigen Schüler, die über das schulpflichtige Alter hinaus sind und die nicht in der Anstalt, sondern vor einer Prüfungskommission die Berechtigung zum ein- jährigen Militärdienst erlangen wollen, waren in diesem Schuljahre der U. II. 3. angegliedert. Sie erhielten außer dem Klassenunterrichte besondere Stunden in Deutsch, Geschichte, Erdkunde und Physik.

6. Personalien. Herbst 1912 schied Herr Zeichenlehrer Philipp Diehl nach zwanzigjähriger Wirksamkeit aus dem Lehr- körper der Goetheschule aus. Die Anstalt verliert in ihm einen Lehrer von hervorragender Tüchtigkeit und Pflichttreue. Für seine