Jahrgang 
1929
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industrieller Werke seien hervorgehoben der Besuch einer Eisengießerei in Frank- furt a. M.-Rödelheim und einer Frankfurter Großbrauerei seitens der Ol. Zwei Lehr- filme wurden den Schülern aller Klassen zugänglich gemacht, und zwar am 16. 5. 1928 einBergwachtfilm und am 13. 11. 1928 der Amerika-Film der Hapag.

Die Schulgruppe des V. D. A. unter Führung von Studienrat Hagena beteiligte sich stark an der Gmundener Tagung, ihre Aufgaben begegneten auch im Berichts- jahr der erfreulichsten Anteilnahme der Schüler. Eine Sammlung guter Bücher, deren Spendern auch hier herzlich dafür gedankt sei, wurde ergänzt durch Bücher- ankauf aus der Kasse der hiesigen Ortsgruppe des V. D. A. und der Deutschen Schule in Sofia als Weihnachtsgeschenk für ihre Büchereien übersandt.

Die Reifeprüfung fand in ihrem schriftlichen Teil in den Tagen vom 6.2. bis 9. 2. 1929 statt, im mündlichen Teil unter dem Vorsitz des zum Vertreter des Staates bestellten unterzeichneten Direktors am 28. 2. und 1. 3. 1929(siehe Seite 13) Am 11. 3. wurden die Abiturienten feierlich entlassen, und am 27. 3. schloss das Schuljahr mit der üblichen Feier in der Aula unter Verteilung einer Anzahl Bücher- Prämien an solcher Auszeichnung würdige Schüler.

VII. Die wichtigsten Erlasse und Verfügungen.

Min.-rl. vom 30. 1. und Verf. des P. S. K. vom 24. 7. betr. Hinweis der Schuljugend auf die Bedeutung des Waldschutzes.

Verf. des P. S. K. vom 27. 8. betr. Auskunftsstelle für Erziehungsberatung.

Min.-Erl. vom 10. 9. und Verf. des P. S. K. vom 25. 9. betr. Belehrung der Schüler über Unter- scheidung eßbarer und schädlicher Pilze.

Verf. des P. S. K. betr. Feier des Verfassungstages und Jahn-Feier.

Desgl. vom 30. 10. betr. Schubert-Feier.

Min.-Erl. vom 6. 12. betr. Lessing-Feier.

Desgl. vom 14. 12. und Verf. des P. S. K. vom 28. 12. betr. 400 jähriges Bestehen von Luthers Kleinem Katechismus.

Desgl. vom 22. 1. bezw. 29. 1. betr. Aufnahme in die Pädagogischen Akademien, auf Anordnung des Ministeriums hier im Wortlaut abgedruckt:

Am 1. Mai 1929 werden in die bereits bestehenden Pädagogischen Akademien je 50 Studenten aufgenommen, und zwar in Elbing und Kiel zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und Jehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholischer Volksschullehrer und in Frankfurt a. M. zur Ausbildung von Volks- schullehrern und Jehrerinnen. Ferner wird beabsichtigt, zum gleichen Zeitpunkte neue Pädagogische Akademien zur Ausbildung evangelischer Volksschullehrer und Jehrerinnen in Breslau, Erfurt, Hannover

und Dortmund zu eröffnen und dort ebenfalls je 50 Studierende aufzunehmen. Wegen des noch vor- handenen Ueberflusses an evangelischen Schulamtsbewerberinnen werden jedoch zu den Akademien in

Erfurt und Hannover vorläufig nur männliche Studierende zugelassen. Mit Rücksicht auf die besonders große Zahl noch unbeschäftigter katholischer Schulamtsbewerberinnen werden katholische Abiturientinnen bis auf weiteres in keine Pädagogische Akademie aufgenommen. Der Bildungsgang ist zweijährig.

Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter besonderen Voraussetzungen können Studienbeihilfen ge- währt werden, die bei den Akademien zu beantragen sind. Internate sind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne und weitere Auskünfte sind bei den Sekretariaten der Pädagogischen Akade- mien erhältlich. Näheres ist auch zu ersehen aus dem Merkblatt für Berufsberatung B 4:Der Volks- schullehrer von Akademiedirektor Dr Karl Weidel in Elbing, zu beziehen durch den Verlag Tro- witzsch& Sohn in Berlin SW 48, Wilhelmstrasse 29, gegen Voreinsendung von 35 Rpf. Das Aukf- nahmegesuch ist bis spätestens zum 10. März 1929 unmittelbar an eine der Pädagogischen Akade- mien zu richten. Beizufügen sind:

1. ein Lebenslauf mit Angabe des Bekenntnisses,

2. eine beglaubigte Abschrift des Reifezeugnisses einer neunstufigen höheren Lehranstalt oder eine Bescheinigung des Anstaltsleiters über die bestandene Reifeprüfung oder über ihr vor- aussichtliches Bestehen,

3. ein Gesundheitszeugnis eines zur Führung eines Dienstsiegels berechtigten Arztes,