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Die Hilfsbücherei wurde weiter ausgebaut, insbesondere durch Beschaffung von neu eingeführten Schulbüchern in ausreichender Anzahl. Hierbei muß bemerkt werden, daß ihre Benutzung nur für Schüler von wirtschaftlichschwächeren Eltern gedacht ist, daß also in allen anderen Fällen die Ausgabe von Büchern aus dieser Bücherei abgelehnt werden muß.
10. Berufsberatung.
In der Handhabung der Berufsberatung hat sich nichts geändert; von den Abitu- rienten ist sie im abgelaufenen Schuljahr merklich stärker als früher beansprucht worden.
IV. Der Elternbeirat.
Es wurde nur eine Sitzung abgehalten, laufende Angelegenheiten wurden im übrigen durch persönliche oder fernmündliche Besprechung des Vorsitzenden mit dem Direktor der Schule ohne Schwierigkeiten erledigt.— Elternversammlungen fanden mangels hinreichender Veranlassung nicht statt.
V. Verschiedenes.
Die zur Instandhaltung von Haus und Hof im Haushaltsplan enthaltenen Mittel haben auch diesmal nicht ausgereicht, sodaß mancherlei wiederum für das nächste Jahr zurückgestellt werden mußte. Die Verwaltungsräume des Erdgeschosses wurden neu hergerichtet, die Ausstattung der Klassenzimmer und Gänge mit elektrischer Be- leuchtung auch im Obergeschoß durchgeführt. Um die Benutzung der Turnhalle durch die Klassen des Lyzeums und durch die„Freie Turnerschaft“ zu erleichtern, hat das Stadtbauamt einen besonderen Eingang zur Turnhalle an der NW-Ecke des Schulgrundstückes geschaffen..
Die Büchereien und Sammlungen wurden im Rahmen der vorhandenen Mittel weiter ergänzt. Eine größere Zahl von Jahrgängen wissenschaftlicher Zeitschriften aus der Kriegs- und Nachkriegszeit wurden vervollständigt, gebunden und der Lehrer- bücherei eingefügt. An Geschenken gingen der Lehrerbücherei zu: Von Frau J. Werner-Oberursel: 1) Oppel, Bilder aus der alten Musterschule-Frankfurt a. M. 2) Kügelgen, Sibirische Briefe, 3) Döve, Leopold von Ranke. Die diesjährigen Abitu- rienten stifteten: Karl Hampe, Herrschergestalten des deutschen Mittelalters. Sie folgten damit dem dankenswerten Beispiel der Abiturienten von 1926 und 1927, die mit der Stiftung von„Rasmussens Thulefahrt“ und Max Lehmann's„Freiherr vom Stein“ vorangegangen waren. Die hiesige Buchhandlung Staudt überwies in 1927 das Lexikon„Der kleine Herder“ und 1928 Alfred Bieses Deutsche Literaturgeschichte als Geschenke. Hierfür wie für folgende Stiftungen: ein ausgestopfter Auerhahn für die biologische Sammlung von Frau Goldschmidt-Oberursel, eine Bikonvexlinse von Küster OllIl, ein Manometer von ButtlerOlII für die physikalische Sammlung, Holzmodelle zur Veranschaulichung der Kegelschnitte von Neuroth OlI für die mathe- matische Sammlang, sagt die Schule gern ihren Dank. Ein besonders wertvolles Ge- schenk erblickt sie in der Ueberweisung eines vollständigen Rundfunkgerätes mit Laut- sprecher durch den Herrn Oberpräsidenten der Provinz, das dem Unterricht wirksame Hilfe zu leisten bestimmt ist. Der Bildschmuck in den Klassen und Fluren wurde mit freilich sehr bescheidenen Mitteln verbessert und erweitert.


