Jahrgang 
1928
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Bei der am 18. 11. 27 abgehaltenen Gedenkfeier für unſere Toten hielt Herr Pfarrer Laut die Anſprache.

Die Feier des Geburtstags unſeres heſſiſchen Staatspräſidenten Ulrich fand an unſerer Schule am 27. 1. 28 ſtatt. Hierbei ging Herr Aſſeſſor Dr. Todt ausführlich auf die Perſönlichkeit und die Verdienſte dieſes erſten Heſſiſchen Staatspräſidenten für unſer Heſſenland ein.

Am 30. 3. 28 iſt die Schlußfeier unſerer Schule, mit der diesmal die Abſchiedsfeier für Herrn Lehrer Küfer verbunden iſt. Zu dieſer Feier ſind außer den Eltern unſerer Schüler und den ſonſtigen Freunden der Anſtalt auch ganz beſonders die ehemaligen Kollegen und Schüler des Herrn Köfer herzlich eingeladen..

c) Geſundheitliches. Wanderungen.

Der Geſundheitszuſtand von Lehrern und Schülern war zeitweiſe wenig befriedigend, beſonders Erkältungskrankheiten traten zahlreich auf.

Kleinere Wanderungen in die nähere Umgebung Niddas fanden ſtatt am 3. 5., 24. 6., 28. 10., 6. 12. 27, 26. 1. und 24. 2. 28. Der große Tagesausflug führte die einzelnen Klaſſen entfernteren Zielen zu(Ilb Heidelberg, IIla Miltenberg, IIIb Saalburg, IV. und VI. Braunfels, V. Büdingen und Gelnhauſen).

Wegen großer Hitze mußte der Unterricht am 17. 6., 1. 7., 5. 7. und 6. 7. 27 teilweiſe ausfallen.

d) Stiftungen.

Herr Apotheker Münch überwies unſerer Schule auch in dieſem Jahre Chemikalien aller Art, wofür ihm auch an dieſer Stelle herzlicher Dank ausgeſprochen ſei.

V. Mitteilungen.

Das neue Schuljahr beginnt am Montag den 23. April 1928. An dieſem Tag findet auch die Aufnahme der neu eintretenden Schüler ſtatt, und zwar um 9 Uhr auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten. Vorzulegen ſind dabei: Geburtsſchein, Impfſchein und letztes Schulzeugnis. Der Unterricht beginnt Dienstag den 24. April 1928.

Vorausſichtliche Ferienordnung 1928 29:

Pfingſtferien: 26. Mai 4. Juni 1928. Sommerferien: 14. Juli 13. Auguſt 1928. Herbſtferien: 29. September 15. Oktober 1928. Weihnachtsferien: 22. Dezember 19287. Januar 1929. Den Eltern, die den Schulleiter oder einen der Lehrer zu ſprechen wünſchen, wird empfohlen,

23 Tage vorher eine Zeit zu verabreden, beſonders wenn es ſich um die Leiſtungen der Kinder

handelt. Während des Unterrichts dürfen die Lehrer nicht geſtört werden.

Es kommt häufig vor, daß Eltern ihre Kinder vor erfolgreichem Beſuch der Unterſekunda oder gar der Obertertia aus der Schule nehmen wollen. Wir müſſen entſchieden davor warnen, da die Schüler und Schülerinnen durch ſolch einen vorzeitigen und übereilten Austritt mit einer unfertigen Schulbildung die Anſtalt verlaſſen.

Nidda, im März 1928.

Die Leitung der Realſchule:

Lauckhard.

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