Jahrgang 
1908
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7. Rudolph Handstein aus Rüsselsheim(studiert Baufach).

8. Ernst Hauff aus Mainz(studiert Mathematik und Physik).

9. Friedrich Karstorf aus Mainz(studiert Rechtswissenschaft). 10. Karl Lautenschläger aus Rüsselsheim(wird Lehrer). 11. Marie Mann aus Mainz(studiert Germanistik). 12. Engelbert Müller aus Zahlbach(studiert Naturwissenschaften). 13. Heinrich Pfeiffer aus Mainz(studiert Baufach). 14. Hermann Röttinger aus Mainz(studiert Veterinär-Medizin). 15. Eugen Schmitt aus Gustavsburg(geht ins Bankfach). 16. Baptist Schuck aus Schwabenheim a. d. S.(studiert Germanistik). 17. Erich Tugend aus Mainz(studiert Baufach). 18. Kurt Zastrow aus Mainz(wird Lehrer).

4. Das Zeugnis über die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig- freiwilligen Militärdienſt erhielten durch Konferenzbeschluss im Herbst und zu Weihnachten je ein und zu Ostern 30 Untersekundaner, im ganzen also 32. Von diesen traten aus 2 und wollen austreten 6; die übrigen wollen die Anstalt weiter besuchen.

IV. Zur Geschichte der Anstalt.

Das Schuljahr begann am 8. April 1907. Es wurde eine neue Klasse errichtet, sodass die Anstalt 15 Klassen zählte. Durch Allerhöchste Verfügung vom 27. März 1907 wurde Oberlehrer Prof. Dr. Seidenberger zum Direktor der Realschule zu Gernsheim ernannt. Er hat unserer Anstalt nur ein Jahr angehört, bat sich jedoch in dieser kurzen Zeit die Liebe und Zuneigung seiner Schüler, das Vertrauen und die Wertschätzung seiner Kollegen in reichem Masse erworben. Die herzlichsten Wünsche sämtlicher Kollegen begleiteten ihn in seine neue Stellung.

An seine Stelle trat durch Allerhöchste Verfügung vom 30. März 1907, mit Wirkung vom 1. April an, Oberlehrer Prof. Jost von dem Progymnasium und der Realschule zu Bingen.

Mit Wirkung vom 1. April 1907 wurde der Realgymnasiallebrer P. Luley an die Ober- realschule zu Darmstadt versetzt. Er hat 7 Jahre lang in treuer, gewissenhafter und erfolgreicher Tätigkeit, insbesondere als Turnlehrer, an der Anstalt gewirkt. Auch ihn begleiteten die besten Glückwünsche der Kollegen.

Für ihn wurde durch Verfügung vom 11. April 1907 der Lehrer an der Volksschule zu Bad-Nauheim Karl Heuser zunächst provisorisch und dann durch Dekret vom 16. Mai 1907 fest angestellt.

Ein weiterer, sehr schwerer Verlust hat das Lehrerkollegium und die ganze Schule betroffen durch den Tod des Oberlehrers Prof. Dr. Willig. Am 20. Februar 1907 war er an einem inneren Leiden plötzlich erkrankt, sodass er schon für den Schluss des vorigen Schuljahres seinen Dienst nicht ausüben konnte. Eine vorgenommene Operation brachte keine Hülfe; am 18. April verschied er nach schwerem Leiden und am 20. April geleiteten ihn das Lehrerkollegium und die Schüler zu Grabe. Die reichen Kranzspenden und die am Grabe gesprochenen Worte zeigten, welcher Liebe, Verehrung und Wertschätzung sich der Verstorbene erfreute bei seinen Schülern, seinen Kollegen und seinen Freunden.

An seine Stelle trat durch Verfügung vom 2. April 1907 Lehramtsassessor Kohl, der schon am Schluss des vorigen Schuljahres seine Stunden übernommen hatte. Durch Allerhöchste Entschliessung vom 21. Dezember wurde er zum Oberlehrer ernannt.

Die durch Errichtung einer neuen Klasse notwendig gewordene neue Lehrerstelle wurde durch Verfügung vom 8. April 1907 dem evangel. Pfarrer Siegfried Upken zu Beedenkirchen zunächst provisorisch übertragen. Er trat seinen Dienst am 22. April an. Durch Allerhöchste Ent- schliessung vom 14. Dezember wurde er zum Oberlehrer ernannt. Die seitherigen Hülfslehrer für evangelischen Religionsunterricht Pfarrer Backhaus und Pfarrassistent Knab schieden infolge dessen aus dem Lehrerkollegium aus. Als Ersatz trat Lehramtsreferendar Friedrich aus Mainz ein.